Morning Briefing - International

FRANKFURT (awp international)
02.11.2016 07:36

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AKTIEN

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DEUTSCHLAND: - VERLUSTE - Angesichts der Leitzinsentscheidung der US-Notenbank und der immer näher rückenden Präsidentschaftswahl dürften die Anleger am Mittwoch weiter in die Defensive gehen. Der Broker IG taxierte den Dax rund zwei Stunden vor dem Auftakt 0,74 Prozent tiefer auf 10 448 Punkte. Tags zuvor hatte der deutsche Leitindex mit minus 1,3 Prozent die Gewinne der beiden Vorwochen ausradiert.

USA: - RUNTER - Unsicherheit hat am Dienstag die Anleger an den US-Börsen erfasst und den Wall-Street-Index Dow Jones Industrial zeitweise wieder unter die Marke von 18 000 Punkten gedrückt. Nach einem zunächst wieder lustlosen und bewegungsarmen Handel ging es deutlicher nach unten. Der Ausgang der nahenden US-Präsidentschaftswahl halte Anleger ebenso von Engagements an NYSE und Nasdaq ab wie die zur Wochenmitte erwarteten geldpolitischen Entscheidungen der Notenbank Fed, hiess es im Handel.

ASIEN: - ABWÄRTS - Auch die asiatischen Börsen sind von der Angst erfasst worden, dass Donald Trump US-Präsident werden könnte. Anleger flüchteten sich in "sichere Häfen" wie Gold, Schweizer Franken oder Yen. Die Börsen in Tokio, Hongkong und Sydney fielen am Mittwoch um deutlich mehr als 1 Prozent. Chinas Festland-Börsen traf die Verkaufswelle etwas weniger hart.

DAX              	10.526,16   	-1,30%
XDAX            	10.494,04   	-1,79%
EuroSTOXX 50		3.023,15		-1,05%
Stoxx50        		2.784,23		-1,03%

DJIA            	18.037,10   	-0,58%
S&P 500        		2.111,72		-0,68%
NASDAQ 100  		4.766,94		-0,72%

Nikkei 225          17.134,68       -1,76% (Schlussstand)

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ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL

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RENTEN: In Erwartung der Zinsentscheidung in den USA sei der deutsche Rentenmarkt von Zurückhaltung geprägt, schrieben die Experten der Helaba am Mittwochmorgen. Sie sehen den Bund-Future am Tage in einer Spanne von 161,00 bis 162,56.

Bund-Future   		162,12		0,01%

DEVISEN: - EURO ÜBER 1,10 DOLLAR - Der Dollar bleibt schwach. Die Sorge vor dem Ausgang der US-Präsidentschaftswahl hatte die US-Währung am Dienstag deutlich nach unten gedrückt und im Gegenzug den Euro gestärkt. Am Mittwochmorgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1064 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstag auf 1,1025 Dollar festgesetzt - am Montag waren es erst 1,0946 Dollar gewesen.

(Alle Kurse 7:10 Uhr)
Euro/USD       		1,1066		0,09%
USD/Yen            	103,89		-0,25%
Euro/Yen       		114,97		-0,16%

ROHÖL - BILLIGER - Die Ölpreise haben am Mittwoch ihre Talfahrt fortgesetzt. Im frühen Handel markierte der amerikanische Ölpreis den tiefsten Stand seit Ende September. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember kostete am Morgen 47,86 US-Dollar. Das waren 28 Cent weniger als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI fiel um 36 Cent auf 46,31 Dollar.

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PRESSESCHAU

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- Zwei Monate nach der höchst turbulenten Hauptversammlung geht das Ringen um 
  den Arzneikonzern Stada weiter. Finanzinvestoren klopfen an die Tür, FAZ, S.23
- Der geplante Ausbau der Gasleitung zwischen Russland und Deutschland durch die
  Ostsee, Nord Stream 2, gerät immer stärker in die Kritik, FAZ, S. 1 
- Studie: Die chinesischen Investitionen gehen oft von staatlichen Unternehmen 
  aus, Tendenz steigend, HB, S. 4, 5 
- Europaparlament votiert gegen EU-Einlagensicherung, HB, S. 1, 32, FAZ, S. 19 
- Die fünf "Wirtschaftsweisen" mahnen dringend Reformen an und warnen mit Blick
  auf die EU vor einem Scheitern des europäischen Projekts, FAZ, S. 17 
- Kanadischer Pharmakonzern Valeant führt Gespräche mit dem japanischen 
  Konkurrenten Takeda wegen eines Verkaufs seiner Tochter Salix für 10 
  Milliarden US-Dollar, WSJ, S. B2 
- Allianz-Tochter OLB will bis 2019 profitabler sein; noch in diesem Jahr will 
  die Allianz über Zukunft der Bank entscheiden, Interview mit dem 
  OLB-Vorstandsvorsitzenden Patrick Tessmann, BöZ, S. 3 
- Der Sachverständigenrat ist unzufrieden mit der Bundesregierung: Sie hat "die 
  gute ökonomische Entwicklung der vergangenen Jahre nicht ausreichend für 
  Reformen genutzt", SZ, S. 17 
- Vize-Chefin der EZB-Bankenaufsicht, Sabine Lautenschläger, hat Verständnis für
  die Gebührenerhöhungen der Banken geäussert, Interview, SZ, S. 20 
- Wirtschaftliche Ungleichheit nimmt nach Einschätzung von Weltbank-Chef Jim 
  Yong Kim ab, Interview in der Welt S. 15 
- EU-Politiker rechnen mit Visafreiheit für Türkei erst ab 2018, Bild, S. 1 
- Hapag-Lloyd-Chef Rolf Habben Jansen begrüsst Reederei-Fusion in Japan, 
  Interview, Hamburger Abendblatt 

(AWP)