Zwei ausländische Reisebusse im Aargau aus dem Verkehr gezogen

Im Rahmen einer internationalen Aktion hat die Polizei im Aargau gezielt ausländische Reisecars kontrolliert. Dabei wurden zwei Fahrzeuge wegen schwerwiegender technischer Mängel aus dem Verkehr gezogen.
28.07.2017 11:28

Fünf Lenker durften wegen grober Widerhandlung gegen die Arbeits- und Ruhezeitverordnung ihre Fahrt nicht fortsetzen, wie die Aargauer Kantonspolizei am Freitag mitteilte. Weitere Anzeigen gab es, weil Masse und Gewichte überschritten oder Bewilligungen des Bundes missachtet wurden. In einem Fall war ein Car mit Anhänger schneller als erlaubt unterwegs.

Bei der Kontrolle der Passagiere eines Fernreisecars erwischte die Polizei einen 22-jährigen Deutschen, der im Fahndungsregister ausgeschrieben war. Zudem führte der Mann ein verbotenes Messer auf sich. Er wurde verhaftet und der Staatsanwaltschaft zugeführt.

Die europäische Verkehrspolizei-Vereinigung TISPOL führte in den vergangenen Tagen in ganz Europa Carkontrollen durch. Im Aargau wurden auf der A1 und A2 im Wiggertal 34 Busse unter die Lupe genommen. Im Visier hatte die Polizei vor allem ausländische Fahrzeuge.

Gewisse ausländische Carunternehmen unterwanderten immer wieder systematisch die strengen Vorschriften, begründet die Aargauer Polizei das gezielte Vorgehen. Zu den schwarzen Schafen gehörten vor allem jene Anbieter, die zum Billig-Tarif zwischen Südosteuropa und der Schweiz pendeln.

Angesichts der ständig wechselnden Fahrzeugbesatzungen und undurchsichtiger Betriebsstrukturen könne die Polizei bei ihren Kontrollen das ganze Ausmass der Widerhandlungen kaum erfassen. Der oftmals desolate technische Zustand der Reisecars stelle zusätzlich ein Sicherheitsrisiko dar.

(SDA)