Mexiko verbittet sich Trumps Drohungen an Investoren

Mexiko hat Äusserungen des künftigen US-Präsidenten Donald Trump zu Investitionen von Autobauern in dem lateinamerikanischen Land indirekt kritisiert.
07.01.2017 03:27
Donald Trump verlangt von Toyota, das Kompaktmodell Corolla in den USA statt in Mexiko zu bauen.
Donald Trump verlangt von Toyota, das Kompaktmodell Corolla in den USA statt in Mexiko zu bauen.
Bild: iNg

"Das Wirtschaftsministerium weist jeglichen Versuch zurück, Investitionsentscheidungen von Unternehmen mit Drohungen zu beeinflussen", erklärte die Regierung in Mexiko-Stadt am Freitag. Dabei wurden allerdings weder Trump noch der japanischen Konzern Toyota genannt.

Trump hatte aber am Donnerstag von Toyota verlangt, das Kompaktmodell Corolla in den USA statt in Mexiko zu bauen und andernfalls mit Strafzöllen gedroht. Der Republikaner schrieb auf Twitter, Toyota plane, ein neues Werk in der mexikanischen Region Baja California zu bauen, um dort Corollas für den US-Markt herzustellen. "Niemals! Baut das Werk in den USA oder bezahlt eine hohe Grenzsteuer", erklärte der Milliardär.

Trump hat auch US-Herstellern wie General Motors Strafzölle angedroht, sollten weiter Autos aus dem benachbarten Niedriglohnland eingeführt werden. Nach heftiger Kritik von Trump strich Ford eine 1,6 Milliarden Dollar schwere Investition in ein geplantes neues Werk im mexikanischen San Luis Potosi. Statt dessen wird Geld in ein US-Werk gesteckt.

(Reuters)