Fernost-Börsen warten auf Trumps Medienauftritt am Mittwoch

Die Börsen in Fernost haben sich zu Wochenbeginn kaum verändert präsentiert. Anleger hielten sich vor der am Mittwoch erwarteten Pressekonferenz des künftigen US-Präsidenten Donald Trump zurück, sagten Händler.
09.01.2017 08:29
Eine Passagierfähre durchquert den Hafen von Hongkong.
Eine Passagierfähre durchquert den Hafen von Hongkong.
Bild: Pixabay

Insgesamt waren die Umsätze am Montag dünn, die Märkte in Tokio blieben wegen eines Feiertags geschlossen. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans lag 0,1 Prozent tiefer bei 437,19 Stellen. Der Leitindex in Taiwan tendierte mit 0,3 Prozent im Minus, auch die Börse in Südkorea verzeichnete minimale Verluste. Der Markt in Hongkong lag dagegen leicht im Plus. "Die wachsende Stärke des Dollar macht den Asien-Märkten immer mehr Sorgen", sagte der Portfolio-Manager Alex Wong von Ample Capital in Hongkong. "Die Investoren versprechen sich von Trumps Äusserungen Hinweise darauf, welche Schwerpunkte er setzen wird."

Dagegen hatte die Wall Street am Freitag neue Rekorde vermeldet. Der Dow Jones-Index war bis auf weniger als einen Punkt an die Marke von 20.000 herangerückt, die er noch nie in seiner Geschichte übersprungen hat. Grund für den Optimismus der Anleger hier sind Erwartungen, dass Trump die Wirtschaft mit niedrigeren Steuern und Investitionen in die Infrastruktur ankurbeln wird. Marktanalysten zufolge könnte die Euphorie aber an den Börsen schnell in massive Gewinnmitnahmen umschlagen, wenn Trump die Erwartungen auch nur geringfügig enttäuschen sollte.

Der Euro notierte in Fernost kaum verändert bei 1,0529 Dollar, nachdem er in der vergangenen Woche zwischen 1,0339 und 1,0621 Dollar geschwankt hatte. Der japanische Yen notierte bei 117,47 Yen. Der Schweizer Franken notierte zum Euro mit 1,0723 und zum Dollar mit 1,0189.

Öl der Sorte Brent kostete mit 56,87 Dollar pro Fass (je 159 Liter) knapp ein halbes Prozent weniger als zuvor.

(Reuters)