China trifft die eigenen Wachstumsziele genau

Die chinesische Wirtschaft ist im vergangenen Jahr nach Einschätzung der Staatsplaner um etwa 6,7 Prozent gewachsen. Anvisiert wurde ein Bruttoinlandsprodukt zwischen 6,5 und sieben Prozent.
10.01.2017 06:20
Chinas Statistiker arbeiten einmal mehr genau nach Prognose.
Chinas Statistiker arbeiten einmal mehr genau nach Prognose.
Bild: Pixabay

Das sagte der Direktor der staatlichen Planungs- und Reformkommission NDRC, Xu Shaoshi, am Dienstag. Die Regierung in China hatte für 2016 einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 6,5 Prozent bis sieben Prozent anvisiert. Für dieses Jahr seien die Risiken für die Volksrepublik höher. Man sei aber zuversichtlich, dass die Zunahme der Wirtschaftsleistung auch 2017 in einem angemessenen Bereich bleibe.

China macht seit einiger Zeit eine Abkühlung der jahrelang boomenden Konjunktur zu schaffen. Zuletzt gab es allerdings vermehrt Signale, dass sich die nach den USA zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt stabilisiert. Steigende Staatsausgaben und der boomende Immobilienmarkt hatten für eine höhere Nachfrage nach Roh- und Baustoffen gesorgt. Dies führte im dritten Quartal zum einem Wirtschaftswachstum von 6,7 Prozent. Gestützt wird dies auch durch die Konjunkturhilfen der Regierung.

Erzeugerpreise mit raschem Wachstum

Die Erzeugerpreise in China sind im Dezember so schnell wie seit mehr als fünf Jahren nicht mehr gestiegen. Die Preise auf Grosshandelsebene machten im Vergleich zum Vormonat einen unerwartet grossen Sprung um 5,5 Prozent, wie das Statistikamt in Peking am Dienstag mitteilte. Es war damit der stärkste Anstieg seit September 2011.

Das Plus fiel zudem höher aus als Experten erwartet hatten. Analysten werteten die Zahlen als weiteres Zeichen der Stabilisierung für die ins Stocken geratene Konjunktur. Derweil legten die Verbraucherpreise im Dezember um 2,1 Prozent zu.

(Reuters/AWP)