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Alternativen für Bond-Investoren

Wer im aktuellen Zinsumfeld mit Anleihen Geld verdienen will, wird kaum darum herum kommen, etwas höhere Risiken einzugehen. Die Fondsindustrie bietet einige interessante Anlagemöglichkeiten.
09.06.2015 00:01
Von André Michel
Anleihen von Schwellenländern versprechen höhere Zinsen, bergen aber auch ein etwas grösseres Risiko (im Bild: Imbissstand in Mumbai, Indien).
Anleihen von Schwellenländern versprechen höhere Zinsen, bergen aber auch ein etwas grösseres Risiko (im Bild: Imbissstand in Mumbai, Indien).
Bild: Bloomberg

Seit erstklassige Franken-Anleihen, zum Beispiel "Eidgenossen", keine Rendite mehr abwerfen, suchen die Anleger verzweifelt nach Alternativen. Damit rücken etwas risikoreichere Bond-Märkte in den Fokus:

  • Hochzinsanleihen (High Yield)
  • Anleihen von Schwellenländern
  • Wandelanleihen
  • Katastrophenanleihen

Für Privatanleger empfiehlt es sich, nicht direkt in diese Segmente zu investieren, sondern über Anlagefonds. Oftmals erhält ein Investor nur so überhaupt Zugang zu diesen globalen Märkten. Zudem können mit Fonds dank der breiten Diversifikation die Risiken reduziert werden. Natürlich fallen dabei Verwaltungskommissionen an, die sich in der Regel auf 1,0 bis 1,5 Prozent pro Jahr belaufen. Dafür darf der Anleger davon ausgehen, dass die Risiken des Fonds - Bonität der Schuldner, Zinsänderungs- und Währungsrisiko - laufend professionell überwacht werden.

Hochzinsanleihen

High Yield Bond Fonds investieren den Grossteil ihrer Mittel in Anleihen sowie andere fest- und variabel verzinsliche Wertpapiere von Staaten, supranationalen Einrichtungen und Unternehmen mit einem Rating unterhalb Investment Grade. Die einzelnen Titel, die der Fonds hält, werden also von den Rating-Agenturen mit Noten von weniger als BBB- (Standard & Poors) bewertet. Sie weisen ein erhöhtes Risiko auf, dass der Schuldner die versprochenen Zinszahlungen nicht leisten kann oder nicht mehr in der Lage ist, die Anleihe bei Verfall zurückzuzahlen. Für dieses Ausfallrisiko wird der Anleger mit einem höheren Zinssatz entschädigt. Bei US High Yield Bonds liegt der Zinsaufschlag (Spread) gegenüber US-Staatsanleihen derzeit bei etwa 4,5 Prozentpunkten.

Emerging Market Debt (EMD)

Höhere Zinsen versprechen auch Emerging Market Bond Funds, die hauptsächlich in Anleihen von Staaten und Unternehmen aus Schwellenländern investieren. Das durchschnittliche Rating liegt in der Regel etwa bei BB. Das Ausfallrisiko ist damit leicht tiefer als bei High Yield Bond Fonds. Die Unterschiede zwischen den einzelnen EMD-Fonds können allerdings beträchtlich sein, so dass sich auch hier ein Blick in die KIID lohnt.
Wichtig ist es, zu unterscheiden zwischen Fonds, die mehrheitlich in Schuldner investieren, die ihre Anleihen in Hartwährungen (v.a. USD) auflegen und solchen, die vorwiegend Anleihen in der jeweiligen lokalen Währung des Landes kaufen (z.B. mexikanische Peso oder russische Rubel). Fonds dieser zweiten Kategorie tragen meist den Begriff "Local Currency" im Namen. Sie haben zusätzlich zum Ausfallrisiko ein erhöhtes Wechselkursrisiko, das aber auch eine Chance darstellen kann, sollte sich die Währung im Zuge einer guten wirtschaftlichen oder politischen Entwicklung des Landes aufwerten.

Wandelanleihen (Convertibles)

Convertible Bonds sind eine Mischung aus Obligationen- und Aktieninvestment. Meist handelt es sich um Unternehmensanleihen, die dem Anleger das Recht einräumen, das Papier innerhalb einer bestimmten Frist zu einem im Voraus bestimmten Preis in Aktien des Schuldners umzutauschen. Damit haben Convertibles ein hohes, aktienähnliches Kurspotenzial bei gleichzeitig beschränktem Risiko, wobei das Verlustpotenzial aber grösser ist als bei herkömmlichen Anleihen. Aufgrund des Wandelrechts, das dem Anleger die Chance eröffnet, am guten Geschäftsgang des Schuldners zu partizipieren, liegt der Zinssatz eines "Wandlers" in der Regel tiefer als bei einer herkömmlichen Anleihe.

Zu beachten ist, dass vor allem Banken seit einigen Jahren auch Pflichtwandelanleihen (CoCo Bonds) ausgeben, bei denen der Entscheid, ob die Obligationen in Aktien umgetauscht werden sollen, nicht mehr beim Investor liegt.

Cat Bonds oder Katastrophenanleihen

Cat Bonds werden dem Bereich "Alternative Investments" zugeordnet. Es handelt sich in der Regel um Anleihen, die von Versicherungsgesellschaften oder Rückversicherungen ausgegeben werden, um damit Risiken (z.B. Naturkatastrophen wie ein Erdbeben) auf den Anleihensgläubiger abzuwälzen (Versicherungsverbriefungen). Aus Sicht des Anlegers handelt es sich um eine Art Wette, dass keine grösseren Katastrophen eintreten: Sofern während der Laufzeit des Bonds keines der in den Anleihensbedingungen definierten Schadensereignisse eintritt, erhält der Anleger am Ende der Laufzeit sein Kapital zurück. Andernfalls ist die Rückzahlung aufgeschoben oder aufgehoben. Als Entschädigung bekommt der Anleger eine Prämie in Form des Zinses. Cat Bond Funds eignen sich sehr gut zur Risikodiversifikation eines Portfolios, da keine Korrelation mit den Risiken von Aktien oder normalen Anleihen besteht.

Die Risiken dieser Fonds werden, wie erwähnt, laufend professionell überwacht. Zudem setzen viele Fondsmanager auch Derivate ein, um das Portfolio zu optimieren, oder sie sichern dieses gegen Währungsrisiken ab. Dieses Hedging ist allerdings mit Kosten verbunden. Informationen über die eingesetzten Instrumente liefern die "wesentlichen Anlegerinformationen" (KIID) des jeweiligen Fonds.

 

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