Schon im Juli war der Euro auf einen ähnlich tiefen Stand gefallen, allerdings kostete er jetzt noch etwas weniger. Im Sommer wurde auch erstmalig seit zwei Jahrzehnten wieder die Parität zum US-Dollar unterschritten. Darunter versteht man ein Tauschverhältnis eins zu eins. An den Finanzmärkten haben solche Marken grosse Symbolkraft.

Gegenüber dem Franken konnte der Euro hingegen wieder etwas zulegen und notierte zuletzt bei 0,9745. Nachdem der Euro zum Franken nach Publikation von Konjunkturdaten in der Eurozone zunächst deutlich gesunken war, holte er im Handelsverlauf wieder etwas auf. Der US-Dollar notiert etwas schwächer bei 0,9810 Franken.

Belastet wird der Euro schon seit einiger Zeit durch die ungewisse Versorgung mit Erdgas. Europa und insbesondere Deutschland sind stark abhängig von russischen Erdgaslieferungen. In den vergangenen Wochen hatte Russland die Lieferungen zunehmend reduziert. Die Lieferungen durch die wichtige Pipeline Nord Stream 1 ruhen derzeit sogar komplett, nach russischen Angaben vom Wochenende wegen technischer Probleme. Am Montag stiegen die Gaspreise in Europa wieder deutlich an.

Konjunkturdaten zeichneten abermals ein trübes Bild für die Eurozone. Die Einkaufsmanagerindizes von S&P Global gingen im gemeinsamen Währungsraum weiter zurück. Ebenfalls rückläufig war die Investorenstimmung des Beratungsunternehmens Sentix. Das Konjunkturbarometer fiel auf den tiefsten Stand seit mehr als zwei Jahren.

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(AWP)