Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent fiel auf 114,01 US-Dollar. Das waren 1,47 Prozent weniger als am Vortag. Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung im Iran-Krieg sorgten für etwas Beruhigung am Ölmarkt. Zur Verhinderung einer neuen militärischen Eskalation am Persischen Golf hat Irans Präsident den Emir von Katar getroffen. Massud Peseschkian und Katars Emir Tamim bin Hamad sprachen am Rande eines Wirtschaftsgipfels in Moskau, wie die Regierung in Teheran mitteilte.

Am Montag waren in Teheran zuvor Vertreter aus Saudi-Arabien, Pakistan und der Türkei mit der iranischen Staatsspitze zusammen gekommen. Zu den Inhalten des überraschenden Treffens wurde offiziell zunächst wenig bekannt. Die Beziehungen zwischen dem Iran und Saudi-Arabien sind seit Monaten enorm angespannt, zuletzt auch angesichts des Konflikts zwischen Riad und den islamistischen Huthi-Rebellen im Jemen, die Teheran unterstützt.

Trotz der diplomatischen Bemühungen bleiben die Risiken für den Ölmarkt hoch. Zwar haben sich die Rohöllieferungen inzwischen wieder etwa auf das Vorkriegsniveau erholt, die Transportkosten sind jedoch weiterhin hoch.

Brent-Öl hat sich seit Jahresbeginn um fast 90 Prozent verteuert. Der Krieg zwischen den USA und dem Iran hat die Energielieferungen beeinträchtigt und auch die Huthi im Jemen in den Konflikt hineingezogen. Die Miliz hat wiederholt Saudi-Arabien angegriffen.

(AWP)