Lagarde sei grundsätzlich bereit, die Aufgabe zu übernehmen. Sie wolle jedoch sichergestellt wissen, dass die Spannungen zwischen dem WEF und dessen Gründer und früherem Vorsitzenden Klaus Schwab vollständig beigelegt seien, heisst es in einem Bericht von Bloomberg.
Die Europäische Zentralbank (EZB) und das WEF wollten sich dazu gegenüber Bloomberg nicht äussern.
Über einen möglichen Wechsel Lagardes zum WEF wird schon länger spekuliert. Sie selbst hat sich bislang nicht darauf festgelegt, ihre Amtszeit bei der EZB bis zum regulären Ende im Oktober 2027 zu erfüllen. Lagarde gehört bereits dem WEF-Stiftungsrat an.
WEF-Gründer Schwab hatte das Forum im April 2025 überraschend verlassen. Vorausgegangen waren Vorwürfe wegen möglichen finanziellen Fehlverhaltens. Eine Untersuchung entlastete ihn später von den Vorwürfen, das Verhältnis zwischen Schwab und dem WEF blieb jedoch angespannt.
Derzeit wird das WEF von Roche-Vizepräsident André Hoffmann und Blackrock-Chef Larry Fink gemeinsam geführt. Operativ steht Alois Zwinggi interimistisch an der Spitze. Er übernahm im Februar, nachdem der langjährige WEF-Präsident und CEO Borge Brende wegen seiner bekannt gewordenen Kontakte zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zurückgetreten war.
Für eine mögliche Nachfolge Lagardes bei der EZB bringen sich derweil bereits mehrere Kandidaten in Stellung, darunter der frühere niederländische Notenbankchef Klaas Knot, Bundesbank-Präsident Joachim Nagel und der heutige BIZ-Chef Pablo Hernández de Cos.
(AWP/cash)

