Für das leichte Plus sorgte vor allem die stärkere Nachfrage aus dem Inland, während insbesondere aus Asien weniger Gäste kamen. Die Zahl der Logiernächte stieg gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,6 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag auf Basis einer zweiten Schätzung mitteilte. Bei den Schweizer Gästen nahmen die Übernachtungen um 4,1 Prozent zu. Dagegen gingen die Logiernächte ausländischer Gäste um 2,3 Prozent zurück.

Weniger Touristen aus Golf-Region

Bei den europäischen Herkunftsmärkten zeigte sich im Juli ein gemischtes Bild. Aus Deutschland wurden 5,3 Prozent mehr Logiernächte registriert, aus den Niederlanden 5,2 Prozent und aus Frankreich 2,3 Prozent mehr. Deutlich schwächer war dagegen die Nachfrage aus dem Vereinigten Königreich mit einem Minus von 21,8 Prozent. Auch aus Italien gingen die Übernachtungen um 2,1 Prozent zurück.

Klar rückläufig entwickelte sich zudem die Nachfrage aus wichtigen asiatischen Märkten. Die Logiernächte von Gästen aus Indien sanken um 16,8 Prozent, jene aus den Golf-Staaten um 11,4 Prozent und aus China um 10,6 Prozent.

Aus Amerika blieb die Nachfrage hingegen weitgehend stabil. Sowohl insgesamt als auch bei Gästen aus den USA resultierte ein leichtes Plus von 0,2 Prozent.

Negativserie vorerst gestoppt

Mit dem Juli hat die Entwicklung nach vier rückläufigen Monaten in Folge wieder leicht ins Positive gedreht. Zu Jahresbeginn hatte die Schweizer Hotellerie noch an den Rekordkurs des Vorjahres angeknüpft und im Januar und Februar mehr Übernachtungen ausgewiesen. Ab März gingen die Logiernächte auf Monatsbasis dann jedoch zurück.

Entsprechend fiel auch die Bilanz für das erste Halbjahr negativ aus: Die Zahl der Übernachtungen sank um 0,7 Prozent auf 20,3 Millionen. Um den Rekordwert aus dem Vorjahr im Gesamtjahr noch zu übertreffen, wäre eine starke zweite Jahreshälfte nötig. Mit dem leichten Plus im Juli ist zumindest der Auftakt ins zweite Semester gelungen.

Das BFS wird die absoluten Zahlen für den Monat Juli am 4. September publizieren.

(AWP)