«Das trifft uns hart, denn Kerosin ist unser grösster Kostenposten», sagte Swiss-Chef Jens Fehlinger in einem Interview mit der «SonntagsZeitung». Zwar habe die Airline ihre Treibstoffkosten teilweise abgesichert. Bis Ende dieses Jahres seien noch 80 Prozent der benötigten Menge zu günstigeren Preisen gesichert, Anfang 2027 allerdings nur noch 50 Prozent.
Deshalb müsse die Swiss «die gestiegenen Kerosinkosten über höhere Ticketpreise kompensieren», so der Swiss-Chef. Wie stark die Preise steigen werden, könne er nicht beziffern. Dies hänge insbesondere von Angebot und Nachfrage ab. Die Kunden seien derzeit aber bereit, einen Teil der Mehrkosten zu tragen.
Wachstum durch mehrere Faktoren gebremst
Auch die Wachstumspläne der Swiss werden durch den Iran-Krieg und weitere Probleme beeinträchtigt. «Wir würden gerne wachsen», sagte Fehlinger. Neben den hohen Treibstoffkosten erschwerten allerdings zahlreiche wegen internationaler Konflikte gesperrte Lufträume den Flugbetrieb.
Hinzu kämen anhaltende Probleme in den Lieferketten als Folge der Corona-Pandemie. Insbesondere bei Triebwerken gebe es weiterhin Engpässe, weshalb Flugzeuge länger als gewünscht am Boden bleiben müssten.
Zudem habe die Swiss zwar genügend Piloten, könne diese aber nicht immer auf den Flugzeugtypen einsetzen, auf denen sie benötigt würden. Im Extremfall könnten deshalb auch Flüge ausfallen.
jl
(AWP)
