Schlechte Nachrichten für ABB: China hat dem japanischen Investor SoftBank offenbar mitgeteilt, dass es die Übernahme der ABB-Robotiksparte für 5,4 Milliarden Dollar nicht genehmigen werde. Das berichtete die «Financial Times» am Donnerstag unter Berufung auf mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Wie es in dem Artikel heisst, wurde Softbank kürzlich informiert, dass die chinesische Nationale Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC) die Transaktion blockieren werde. Dabei sei der japanische Konzern bis vergangene Woche noch davon ausgegangen, dass die chinesische Behörde die Transaktion genehmigen werde.

Softbank versuche nun herauszufinden, was schief gelaufen sein könnte, um nochmals die Bewilligung zu beantragen, berichtet das Blatt weiter. Denn gerade die örtliche Produktion in China sei ein wichtiger Punkt für die Transaktion gewesen.

Laut der FT hat die NDRC Bedenken, dass Robotikdaten ins Ausland übertragen und dort zum Training von KI-Modellen verwendet werden könnten. Dazu könnten auch Modelle von OpenAI gehören, an dem SoftBank ein bedeutender Investor ist, ergänzt das Blatt.

Softbank und ABB hatten sich im Oktober 2025 auf die Transaktion geeinigt. Softbanks-Chef Masayoshi Son wollte den Konzern damit als wichtigen Akteur bei der Entwicklung künstlicher Intelligenz positionieren. China ist der grösste Markt für ABBs Robotiksparte.

Sowohl ABB als auch Softbank lehnten eine Stellungnahme gegenüber der FT ab.

(AWP)