Zum Franken legte der Euro am Freitagvormittag minim zu und notiert bei 0,9887 nach 0,9868 Franken am Morgen. Am Vorabend jedoch notierte das Währungspaar zeitweise noch über 0,99. Und auch der Greenback notiert zur Schweizer Währung am Freitagmittag etwas stärker bei 0,9296 nach 0,9268 Franken im frühen Handel.
Wirtschaftsdaten konnten den Euro/Dollar-Kurs kaum bewegen, zeichneten sie doch ein bekanntes Bild. Die Unternehmensstimmung im Euroraum hellte sich im Dezember leicht auf, allerdings von niedrigem Niveau aus. Die Frühindikatoren deuten damit auf eine Entwicklung hin, die mittlerweile viele Ökonomen erwarten: Zwar dürfte der Währungsraum weiterhin deutlich unter den Folgen des Ukraine-Kriegs leiden, allerdings nicht ganz so heftig wie noch vor wenigen Monaten befürchtet. Für die deutsche Wirtschaft rechnet die Bundesbank zumindest nicht mit einem schweren Wirtschaftseinbruch im kommenden Jahr.
Auch Inflationsdaten aus dem Euroraum bestätigten das Bild einer zwar immer noch hohen, aber leicht rückläufigen Teuerung. Die EZB hat daher das Tempo der Zinsanhebungen am Donnerstag etwas verlangsamt, zugleich aber weitere deutliche Anhebungen in Aussicht gestellt. Ab März will sie zudem ihre aufgrund früherer Krisenmassnahmen hohe Bilanzsumme abbauen. Der Euro konnte von den Entscheidungen aber nur kurzzeitig profitieren.
bgf/jsl/jha/jg/jl
(AWP)