Auch gegenüber dem Franken ist der Euro erstarkt. Derzeit wird das Währungspaar EUR/CHF bei 0,9887 nach 0,9858 noch am Morgen gehandelt. Derweil hat sich der Dollar zum Franken leicht auf 0,9422 von 0,9431 Franken abgeschwächt.
Daten aus der deutschen Industrie stützten den Euro etwas. Die Gesamtproduktion ist im Oktober nur leicht geschrumpft, während Volkswirte einen deutlicheren Rückgang erwartet hatten. Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank, sprach von einem Zeichen der Hoffnung, dass die befürchtete Delle in der Industrie kleiner ausfallen werde als befürchtet. Jens-Oliver Niklasch von der Landesbank Baden-Württemberg kommentierte, der Absturz vieler Frühindikatoren werde von der Realwirtschaft nicht nachvollzogen. "Einstweilen gilt daher, dass die Lage besser ist als die Stimmung."
Wachstumszahlen aus dem Euroraum fielen ebenfalls besser aus als erwartet. Die Wirtschaft der 19 Euroländer wuchs im Sommer laut einer neuen Schätzung um 0,3 Prozent - und nicht wie zunächst ermittelt um 0,2 Prozent. Im zweiten Quartal war die Wirtschaft aber noch stärker gewachsen.
Im weiteren Handelsverlauf werden Konjunkturdaten aus den USA veröffentlicht. So stehen Daten zu den Lohnstückkosten und den Verbraucherkrediten an. Zudem wird die Zinsentscheidung der kanadischen Notenbank erwartet. Es wird eine weitere Leitzinserhöhung prognostiziert.
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(AWP)