Nutzniesser der nun aufgehobenen Regelung wären rund 32 000 Kreditnehmer gewesen, die zwischen dem 28. Juni 2004 und dem 31. Dezember 2010 bei slowenischen Banken Franken-Kredite aufgenommen hatten. Zurückzuzahlen waren die in Schweizer Franken notierten Darlehen bis 2007 in der damaligen Landeswährung Tolar, dann in Euro.
Starke Wechselkursschwankungen erlegten den Kreditnehmern zum Teil enorme Rückzahlungsverpflichtungen auf. Die slowenischen Banken rechneten wiederum damit, dass ihnen das Gesetz Verluste in Höhe von bis zu 300 Millionen Euro aufgebürdet hätte. Ähnliche Kreditkonstruktionen mit Fremdwährungen gab es in den 2000er Jahren auch in anderen ehemals kommunistischen Ländern, darunter Ungarn, Polen, Rumänien und Kroatien. Wechselkursschwankungen brachten auch dort Kreditnehmer häufig in Schwierigkeiten./gm/DP/men
(AWP)