Gold – begehrtes Schmuckstück, eins der schwersten Elemente überhaupt, sicherer Hafen. Letzteres scheinen vor allem die internationalen Notenbanken in den letzten Jahren für sich entdeckt zu haben. Seit 2010 tauchen die internationalen Zentralbanken fortlaufend als Nettokäufer von Gold auf. Seit 2010 gibt es kein Quartal, in dem die Notenbanken nicht mehr Gold ge- als verkauft hätten.

Insbesondere die Schwellenländer China, Indien, Türkei und Russland legen sich von Quartal zu Quartal immer mehr Gold in ihre Tresore. Das hat Gründe. Anders als Dollarguthaben, die möglicherweise auch noch auf internationalen Bankkonten gebunkert sind, kann Gold nicht durch internationale Sanktionen gesperrt oder vereinnahmt werden solange das Edelmetall im jeweiligen Land gehortet ist. Das ist eine Form von Sicherheit.

In diesem Jahr allerdings hat Gold als sicherer Hafen etwas an Vertrauen eingebüsst. Die Notenbanken kaufen zwar nach wie vor zu. Doch trotz der Krisen in Nahost ist der Goldpreis vom Allzeithoch im Januar bei 5500 Dollar je Unze rund 28 Prozent eingebrochen. So hohe Kursrückschläge gab es davor nur sehr selten in den letzten hundert Jahren. Grund für den Preisverfall seit Januar war der Kollaps der physischen Nachfrage nach Gold seitens der Juweliers- und ETF-Industrie. Immerhin verzeichnete der ETF-Bereich im dritten Quartal aber bereits wieder eine fulminante Erholungsphase.

Gold 1 Uz Kursentwicklung

Das zeigt dennoch: Auch Gold kann dramatisch an Wert verlieren. Anleger müssen deswegen aber keinen Bogen um das edle Metall machen. Im Gegenteil. Zürcher Kantonalbank hat ab Montag ein Zertifikat auf das Swisscanto Gold ETF Dollar in der Zeichnung, dass vor solchen Kursverlusten schützt.

Aber nicht nur das. Steigt Gold bezogen auf das Fixing bei Emission, sind Anleger bei Kurssteigerungen von Gold von bis zu 35 Prozent voll mit dabei. Sollte Gold diese Grenze erreichen oder übersteigen, würde allerdings die Partizipation an der Preisentwicklung des Edelmetalls komplett gestrichen. Vielmehr würden Anleger dann am Ende der Laufzeit einen Rebate von acht Prozent erhalten, bei nach wie vor bestehendem vollen Kapitalschutz.

Da fängt man an zu rechnen. Denn bei einer Gewinnmöglichkeit von bis zu 35 Prozent in 18 Monaten oder rund 24 Prozent p.a. und vollem Kapitalschutz können Anleger hier risikolos im worst case – Steigerungen von Gold um mehr als 35 Prozent – mit einer Rendite von acht Prozent oder rund 5,4 Prozent p.a. rechnen. Sollte Gold allerdings nicht steigen, sondern vor sich hindümpeln oder sogar unter das Fixing fallen, gibt es am Ende der Laufzeit immerhin noch den vollen Kapitalbetrag zurück.

Wie die ETF-Branche im dritten Quartal mit einem Rekordwert zeigt, kann sich die Nachfrage nach Gold also schnell erholen und damit steigt die Wahrscheinlichkeit von starken Kursgewinnen beim Edelmetall. Dazu kommt die Charttechnik. Gold ist auf die starke Unterstützung bei 4000 Dollar zurückgefallen. In den letzten zwölf Monaten konnte Gold von dort bereits dreimal kräftig und schnell durchstarten.