Einstiger Börsenüberflieger - Eine Aktie räumt bei den Favoriten der Credit Suisse fürs Schlussquartal gross ab

Die Aktie eines einstigen Schweizer Börsenüberfliegers kann bei den Aktienfavoriten der Credit Suisse gleich mehrfach punkten. - Und: Kurszielreduktion für SMI-Schwergewicht Nestlé wirft Fragen auf.
14.10.2021 12:30
cash Insider
Eine Aktie räumt bei den Favoriten der Credit Suisse fürs Schlussquartal gross ab
Bild: © kasto/fotolia.com

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Das vierte Quartal ist nun zwar schon fast zwei Wochen alt. Das hält die Strategen der Credit Suisse allerdings nicht davon ab, auch ihre europäischen Aktienfavoriten fürs Schlussquartal noch zu kommunizieren – ganz nach dem Motto besser spät als nie.

Die Strategen der Grossbank warten mit nicht weniger als 64 Ideen über 27 verschiedene Wirtschaftszweige hinweg auf. Dabei kommen sowohl die Haussiers als auch die Baissiers gleichermassen auf ihre Kosten.

36 Mal lautet die Empfehlung "Outperform", 28 Mal hingegen "Underperform", was einer Verkaufsempfehlung gleichkommt. Mit Sonova, Holcim und Siegfried fällt die Ausbeute bei den Kaufempfehlungen aus Schweizer Sicht eher etwas mager aus. Wenn sich die Credit Suisse etwas nicht vorwerfen lassen muss, dann einen übertrieben starken Hang zum heimischen Aktienmarkt. Das dürfte auch damit zu tun haben, dass die verantwortlichen Strategen allesamt in London sitzen.

Als eigentlicher Gewinner geht allerdings Logitech hervor. Der Unterhaltungselektronikhersteller aus Lausanne – oder besser gesagt dessen Aktien - zählen bei den Favoriten der Grossbank gleich nach drei verschiedenen Gesichtspunkten zu den grossen Abräumern.

Aufstieg und Fall der Logitech-Aktien über die letzten 12 Monate (Quelle: www.cash.ch)

Nicht nur bei den Unternehmen, für welche die Credit Suisse von einer deutlich optimistischeren Geschäftsentwicklung als andere Banken ausgeht, sticht Logitech positiv heraus. Auch in Bezug auf die Erwartungshaltung der Börse an das Unternehmen und die Bewertung können die Lausanner punkten.

Die Aktien von Logitech kosteten zuletzt nur noch um die 80 Franken. Das ist ein gutes Drittel weniger als noch im Frühsommer, als in der Spitze Kurse von knapp 125 Franken bezahlt wurden.

Offiziell werden die Papiere bei der Grossbank schon seit einer gefühlten Ewigkeit mit "Outperform" und einem Kursziel von 139 Franken zum Kauf angepriesen. Der zuständige Analyst, Serge Rotzer, hebt seinerseits vor allem die anhaltend starke Nachfrage nach Gaming-Zubehör hervor. Er schliesst nicht aus, dass das Unternehmen bei der nächsten sich ihm bietenden Gelegenheit die diesjährigen Umsatz- und Gewinnvorgaben erhöhen wird – was den Aktien neues Leben einhauchen könnte.

Eine solche Gelegenheit könnte sich Firmenchef Bracken Darrell in knapp zwei Wochen bieten, wenn Logitech die Weltöffentlichkeit über die Geschäftsentwicklung des zurückliegenden Quartals informiert.

Als einzige Verkaufsempfehlung aus der Schweiz setzt die Grossbank übrigens die Aktie von Meyer Burger unter negativen Vorzeichen auf die Liste der europäischen Aktienfavoriten für das Schlussquartal. Das Anlageurteil lautet "Underperform" mit einem Kursziel von 30 Rappen.

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Doch nicht nur die Aktien von Logitech, auch jene von Nestlé fristen an der Börse ein Mauerblümchen-Dasein. Mit knapp 114 Franken müssen Anlegerinnen und Anleger nur unwesentlich tiefer für die Papiere des Nahrungsmittelgiganten aus Vevey in die Tasche greifen als vor zwei Jahren. Zuletzt wurde das Handelsgeschehen von der Angst vor Margendruck, ausgelöst durch die stark gestiegenen Agrarrohstoffpreise, überschattet.

Und genau dort setzt der für die Royal Bank of Canada tätige Analyst James Edwardes Jones nun an. In einer 60 Seiten starken Branchenstudie setzt er bei seinen Gewinnschätzungen für Nestlé den Rotstift an. Im Zuge dessen fällt das Kursziel auf 99 (zuvor 102) Franken.

«Liebesentzug»: Bei diesen vier Schweizer Aktien werden die Analysten kritischer

Nichtsdestotrotz hält Jones eisern am "Sector Perform" lautenden Anlageurteil fest, was bei einem rechnerischen Abwärtspotenzial von etwas mehr als 13 Prozent zum Kursziel keine Selbstverständlichkeit ist.

Ganz unter uns gesagt: So richtig schlau werde ich aus den Aussagen des Analysten nicht. Auf der einen Seite schreibt er zwar, dass Nestlé dank des Bekanntheitsgrads der Marken über eine bessere Preisgestaltungsmacht als andere Anbieter verfüge. Auf der anderen Seite streicht er allerdings seine Gewinnschätzungen zusammen und sagt den Aktien ein prozentual zweistelliges Rückschlagspotenzial nach.

Da soll mal noch einer durchblicken...

 

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