Im aktuellen Anlageumfeld nichts als selbstverständlich betrachten

Als Multi-Asset-Anleger verwenden wir viel Zeit und erhebliche Ressourcen auf die Analyse von wirtschaftlichen und finanziellen Markttrends, die zentrale Impulse für den Kurs von Vermögenswerten darstellen.
10.02.2016 11:51
Gregor Hirt, Chief Investment Officer Europa und Schweiz im Team Global Investment Solutions, UBS Asset Management

Unsere gesamtwirtschaftlichen Einschätzungen und Marktanalysen spielen im Prozess zur Festlegung der Anlagenstrategie unseres Global Investment Solutions (GIS)-Teams eine wichtige Rolle.

 

Erfahren Sie mehr über unsere Anlagekompetenz von Gregor Hirt, Anlagespezialist UBS Asset Management

Im aktuellen Anlageumfeld sollte nichts als selbstverständlich betrachtet werden. Alle veröffentlichten Konjunkturdaten werden sehr genau unter die Lupe genommen, und auch die häufigen Äusserungen der geldpolitischen Entscheidungsträger sind Gegenstand ähnlich eingehender Analysen.

Diese Faktoren beeinflussen zwar die Kurse von Vermögenswerten, wie stark und in welche Richtung, ist indes nicht immer vorhersagbar. Der rund um die Uhr unablässig fliessende Nachrichtenstrom und neueste, sehr schnelle Kommunikationstechnologien ermöglichen eine umgehende Reaktion auch auf kleinste Marktbewegungen und fördern eine Kultur des kurzfristigen Denkens. Dies wiederum erschwert es den Anlegern manchmal, das Gesamtbild zu erkennen, und für langfristig orientierte Anleger sollte in erster Linie das Gesamtbild zählen.

Um das Anlageumfeld zu Beginn des Jahres 2016 besser zu verstehen und die attraktivsten Anlagemöglichkeiten für das kommende Quartal zu identifizieren, betrachten wir die folgenden Entwicklungen in der Wirtschaft und an den Finanzmärkten:

  • China im Wandel
  • Grosse Hoffnung auf die Eurozone, einige Bedenken rund um Japan
  • Relative Stärke der US-Wirtschaft ebnet den Weg zur Zinsnormalisierung
  • Währungen
  • Alternative Anlagen

China im Wandel
Im Jahr 2015 sorgten Anzeichen, dass der Abschwung in China - der gemessen an der Kaufkraftparität grössten Volkswirtschaft der Welt und beim nominalen BIP nur von den USA übertroffen - stärker sein könnte als erwartet, bei Anlegern für grosse Besorgnis. Die Aussichten für stark rohstoffabhängige Länder wie Brasilien und Russland, die unter Chinas Übergang von einem produktions- zu einem konsumorientierten Wirtschaftswachstumsmodell ohnehin bereits zu leiden hatten, wurden dadurch schwer belastet. Brasilien und Russland haben mit strukturellen und politischen Problemen zu kämpfen, und die anhaltende Ölpreisschwäche ist ein weiterer negativer Faktor.

China ist indes nicht unbedingt mit derartigen leicht identifizierbaren Schwierigkeiten konfrontiert. Das gedämpfte globale Wachstum dürfte zu einer geringeren Nachfrage nach chinesischen Exporten führen, doch könnte der daraus resultierende negative Einfluss auf die Wirtschaft bis zu einem gewissen Grad durch einen wieder stärkeren Binnenkonsum kompensiert werden. Am Resultat der Bemühungen der chinesischen Behörden, die Konjunktur mit geld- und fiskalpolitischen Massnahmen anzukurbeln, darf gezweifelt werden. Es ist aber durchaus möglich, dass die Regierung im Jahr 2016 bedeutendere Massnahmen ergreift.

Da die US-Notenbank durch ihre unmissverständliche Erklärung im Dezember die Abwärtsrisiken durch etwaige politische Fehler gemindert hat, sprechen zunehmend mehr Argumente für Anlagen in ausgewählte, attraktiv bewertete Aktien und Schuldtitel der Schwellenländer. Trotz des positiveren wirtschaftlichen Umfelds, erscheinen uns US-Aktien im historischen Vergleich relativ angemessen bewertet. Unseren Analysen zufolge ist mittelfristig kaum mit weiteren substanziellen Zugewinnen zu rechnen.

Anlageerkenntnisse
Im Aktienteil vieler unserer Portefeuilles haben wir eine Präferenz für Nordasien (Korea, Taiwan und China) gegenüber dem breiteren MSCI Emerging Markets Index umgesetzt. Wir erwarten, dass die Volkswirtschaften Koreas und Taiwans von der soliden globalen Nachfrage nach den in diesen Ländern hergestellten Technologie- und Zwischenprodukten profitieren werden. Absolut betrachtet, ist das Tempo der Konjunkturerholung in Nordasien bislang zwar moderat, aber erheblich höher als in den Schwellenländern insgesamt. Unter Bewertungsgesichtspunkten erscheinen Schwellenländeraktien zwar attraktiv, jedoch sind wir noch nicht bereit zu einem stärkeren direktionalen Engagement, wenngleich die Bedingungen im Jahr 2016 zunehmend dafür sprechen könnten.

 

Gregor Hirt ist Chief Investment Officer Europa und Schweiz im Team Global Investment Solutions (GIS). Darüber hinaus hat er die Gesamtverantwortung für die Festlegung der Strategie über alle relativ orientierten Mandate und Fonds. Gregor Hirt ist ein stimmberechtigtes Mitglied des Asset Allocation & Currency Investment Committee. Ausserdem führt er Research und Analysen zur Unterstützung der Strategiebestimmung in der Vermögensallokation durch. Gregor Hirt kam 2014 zu UBS Asset Management und hat 19 Jahre Branchenerfahrung.

 

Mehr Informationen finden Sie unter ubs.com/anlageziele.

 

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