Landesweit gab es nach einer vorläufigen Bilanz 448 Festnahmen, 53 Polizeibeamte wurden verletzt und es gab 86 Brandstiftungen. Beamte wurden unter anderem mit Steinen, Boule-Kugeln und improvisierten Sprengsätzen beworfen. In Strassburg wurde eine offenbar von Kunststudenten entworfene Puppe, die einen Bereitschaftspolizisten abbilden sollte, in Brand gesetzt. Der Präfekt habe die Justiz eingeschaltet, hiess es aus dem Ministerium.

Angriffe mit Feuerwerkskörpern

Schwere Sachbeschädigungen und Gewalt gab es an etlichen Schulen in Frankreich, wie das Ministerium mitteilte. Schulpersonal wurde in einigen Städten mit Feuerwerkskörpern beschossen und verletzt. Im Pariser Vorort La Courneuve verpasste ein junger Mann einem Schüler einen Messerstich, der an der Blockade einer Schule beteiligt war. In Toulouse drangen Randalierer in eine Schule ein und legten einen Brand, verwüsteten Räume und zerstörten Computer. In Caen wurden zwei Gymnasien schwer beschädigt. In Lille wurde der Eingang eines Gymnasiums in Brand gesetzt, wonach die Schule evakuiert werden musste.

An den frankreichweit bislang grössten Demonstrationen beteiligten sich nach letzten Angaben des Innenministeriums 575.000 Menschen, davon 65.000 in Paris. Der Gewerkschaftsbund CGT sprach am Abend von 1,6 Millionen Teilnehmern landesweit./evs/DP/he

(AWP)