"Die Frage ist, ob wir alle nötigen Teile für die Produktion rechtzeitig erhalten. Zu dem drückt der schwache Dollar unsere Zahlen, da wir in Euro berichten. Aber grundsätzlich bin ich zuversichtlich, dass wir nahe an die Milliardengrenze kommen", sagte der Chef des Herstellers von Schneepflügen, Kehrmaschinen oder Fahrzeugen für die Landwirtschaft.
Auch ein Gewinn werde im laufenden Jahr erzielt. "Aber genaue Zahlen nennen wir keine", sagte Fruithof.
Derzeit würden kompetente Angestellte fehlen. Das sei ein grosses Problem. "Klar, es fehlen auch gewisse Produktionsteile wie Elektrobatterien oder Halbleiterchips. In den USA fehlt es beispielsweise an Chassis bei den Trucks", sagte der Konzernchef. "In unserem deutschen Werk in St. Blasien stehen etwa 80 Maschinen, die wir zurzeit nicht ausliefern können, bloss weil ein paar wenige Teile fehlen."
Vom gigantischen Infrastrukturprogramm von US-Präsident Joe Biden spüre Aebi Schmidt noch nichts, dafür viel stärker von Förderprogrammen für die Nachhaltigkeit. "Viele Städte haben CO2-Neutralität als Ziel definiert. Deshalb verkaufen wir derzeit sehr viele elektrisch angetriebene Kehrmaschinen, die wir in Deutschland produzieren. Kürzlich haben wir eine Ausschreibung in New York gewonnen. Insgesamt sind bereits 160 Maschinen weltweit im Einsatz", sagte Fruithof.
Das Geschäft mit den Bauern sei ziemlich stabil. "Und im Geschäft mit den Gemeinden, denen wir Strassenreinigungsmaschinen liefern, konnten wir zuletzt die Umsätze sogar steigern. Wir machen hier nach wie vor 50 Millionen Franken unseres Umsatzes. Damit ist die Schweiz in Europa nach Deutschland nach wie vor unser zweitwichtigster Markt", sagte der Chef des Unternehmens, das zu zwei Dritteln dem Industriellen Peter Spuhler gehört.
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