Ob mindestens eine Frau auf dem Ticket stehen soll, beantwortete der Zuger Nationalrat nicht direkt. «Es ist klar, dass es Frauen und Männer im Bundesrat braucht.» Zudem müssten für ihn die Sprachregionen «angemessen» vertreten sein. Zu den weiteren Kriterien zählte er Dossierfestigkeit, Führungsqualitäten, Durchsetzungsfähigkeit und den berühmten «Gmögigkeitsfaktor».

Bereits bekannt war, dass die Partei ein besonderes Augenmerk auf die Fähigkeit, das Justizdepartement (EJPD) oder das Verteidigungsdepartement (VBS) zu leiten, legen will - zumal sie dort am ehesten von einer Vakanz ausgeht. «Selbstverständlich ist die SVP offen für jedes Departement, wir stellen auch keinen Anspruch», sagte Thomas Aeschi zu Radio SRF.

Über die genaue Grösse des Tickets sowie die Nominierungen entscheidet die SVP-Bundeshausfraktion an ihrer Sitzung vom 20. November. Die Wahl für die Nachfolge von Guy Parmelin findet am 9. Dezember im Bundesparlament statt. Offizielle Kandidaturen gibt es bisher noch nicht. Ob Aeschi selber kandidiert, werde er «zu gegebener Zeit» kommunizieren, sagte er weiter.

(AWP)