Die Grünen verbessern sich um einen Punkt auf 14 Prozent und überholen damit die SPD, die bei 13 Prozent stagniert. Die Linke kommt weiterhin auf zehn Prozent. Die FDP bleibt bei vier Prozent, das BSW verliert einen Punkt und erreicht drei Prozent. Beide Parteien würden damit an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Auf sonstige Parteien entfallen sieben Prozent.

Kenia-Koalition rechnerisch möglich

Das Meinungsforschungsinstitut weist darauf hin, dass 14 Prozent der Stimmen auf Parteien entfallen, die den Einzug in den Bundestag verfehlen würden. Für parlamentarische Mehrheiten wären deshalb mehr als 43 Prozent nötig, sagte Insa-Chef Hermann Binkert. Eine Koalition aus CDU/CSU, Grünen und SPD käme demnach auf 47 Prozent und wäre laut Binkert derzeit die wahrscheinlichste Koalitionsoption.

Ein Bündnis aus Grünen, SPD und Linken läge bei 37 Prozent, Schwarz-Rot bei 33 Prozent. AfD und Union kämen zusammen auf 49 Prozent, ein solches Bündnis sei wegen des Unvereinbarkeitsbeschlusses der Union jedoch ausgeschlossen.

Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen für den Wahlausgang./lig/DP/zb

(AWP)