Konzernchef Ben Smith hatte bereits 2025 angekündigt, dass «alle Optionen» auf dem Tisch lägen, um die Profitabilität von KLM zu sichern. Anlass waren damals die gestiegenen Flughafenentgelte, Ticketabgaben und die Inflation in den Niederlanden. Im laufenden Jahr trieb der Iran-Krieg die Ölpreise und in der Folge auch die Treibstoffkosten der Airlines besonders stark in die Höhe. Dies erhöhte den Druck auf den Konzern, bei KLM zu handeln.

Für das laufende Jahr rechnet Smith jetzt ähnlich wie Lufthansa-Chef Carsten Spohr mit noch höheren Treibstoffkosten als zuletzt. Für den Konzern dürften sie auf 9,2 Milliarden Dollar steigen, hiess es in der Mitteilung. Das sind 2,3 Milliarden Dollar mehr als im Vorjahr und 300 Millionen Dollar mehr als noch im Sommer erwartet.

Im reisestarken dritten Quartal von Juli bis September gelang es dem französisch-niederländischen Airline-Konzern indes ähnlich wie der Lufthansa, seinen Gewinn im Vergleich zum Vorjahr zu steigern. Der Umsatz wuchs um knapp acht Prozent auf gut 9,9 Milliarden Euro. Der operative Gewinn vor Sondereffekten legte um zehn Prozent auf 1,35 Milliarden Euro zu. Unter dem Strich sprang der auf die Aktionäre entfallende Überschuss sogar um fast ein Viertel auf 908 Millionen Euro nach oben./stw/men/jha/

(AWP)