Die Märkte profitierten von der Entspannung der Ölpreise, wie die Marktstrategen der Deutschen Bank anmerkten. Ein Dementi von US-Präsident Donald Trump zu Medienberichten zu neuen US-Angriffen gegen den Iran beruhigte. «Wir werden den Iran zu keinem Zeitpunkt vor den Zwischenwahlen, die am 3. November in den Vereinigten Staaten stattfinden, angreifen», schrieb US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social. Die US-Regierung führe «konstruktive Gespräche» mit Teheran. Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi hatte zuvor auf seinem Telegramkanal geschrieben, dass die Regierung in Teheran eine Antwort aus den USA prüfe.
Etwas gedämpft wurde die Kauflaune durch die schwachen Vorgaben aus dem US-Halbleitersektor. Zudem belastete ein Medienbericht über die Umsätze des ChatGPT-Entwicklers OpenAI. Dieser hatte Befürchtungen verstärkt, dass sich die KI-Ausgabenflut immer schwerer rechtfertigen lässt.
Japanische Aktien tendierten kaum verändert. Der Leitindex Nikkei 225 schloss mit 69.030,92 Punkten praktisch auf Vortagesstand. Auch auf Wochensicht tat sich wenig. Etwas in Zaum gehalten wurde der Markt durch die Aktien der Softbank . Diese gaben um über drei Prozent nach. Hintergrund war ein Bericht der «Financial Times», wonach sich das Unternehmen in Gesprächen mit Investoren aus der Golfregion befindet, um Kapital für Investitionen in Künstliche Intelligenz zu beschaffen. Die Rede war von bis zu 100 Milliarden Dollar.
Etwas besser sah es in China aus. Der Hang-Seng-Index der Sonderverwaltungszone Hongkong kletterte um 1,6 Prozent, der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Werten an Chinas Festlandbörsen gewann zuletzt 0,3 Prozent.
Auch australische Aktien legten leicht zu. Der S&P ASX 200 zog um 0,64 Prozent auf 8.716,64 Punkte an, tendierte damit im Vergleich zur Vorwoche jedoch etwas tiefer./mf/stk
(AWP)
