Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 trat am Mittag mit 6.380,50 Punkten auf der Stelle. Ausserhalb des Euroraums tendierte der Schweizer Leitindex SMI ebenfalls kaum verändert - wie auch der britische FTSE 100 .
Der am Nachmittag anstehende US-Arbeitsmarktbericht warf damit seine Schatten voraus. «Anleger dürften die Arbeitsmarktdaten auf die Goldwaage legen, auf Herz und Nieren prüfen und nach geldpolitischen Hinweisen abklopfen», so Marktanalyst Timo Emden von Emden Research. «Für Marktteilnehmer bleibt zum Wochenschluss die bedrückende Erkenntnis bestehen, dass Altlasten in puncto Geopolitik und Geldpolitik vorschnell unter den Teppich gekehrt wurden.»
Die Veränderungen der einzelnen Sektoren bewegten sich in engen Grenzen. Technologiewerten profitierten von guten Vorgaben aus Asien und den USA. Das Schwergewicht ASML kletterte um 1,6 Prozent und zog den Sektor nach oben.
Autowerte profitierten von der Stärke von Volkswagen . Die überraschende Einigung auf ein Sparpaket liess die Aktien des kriselnden Autobauers um sechs Prozent steigen. Renault waren mit zwei Prozent Gewinn ebenfalls gefragt.
Nach oben ging es auch mit Vodafone . Die US-Investmentbank Goldman Sachs hatte das Kursziel von 85 auf 155 Pence angehoben und die Einstufung von «Sell» auf «Buy» gedreht. Analyst Andrew Lee macht einen deutlichen Wandel in den Ertragsperspektiven der Briten aus. Der Experte traut Vodafone auf Sicht von drei Jahren eine stärkere Verbesserung der Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROIC) als den Wettbewerbern zu. Vodafone-Aktien stiegen um 2,1 Prozent.
Verluste erlitten dagegen die Medienwerte. Hier kam das Schwergewicht Publicis nach den Vortagesgewinnen um 1,5 Prozent zurück. Noch mehr schwächelte ein anderer französischer Standardwert. Vivendi sanken um 4,2 Prozent und reagierten damit auf die Halbjahreszahlen. Die Analysten von Baader sprachen von einem durchwachsenen Zahlenwerk und bemängelten die geringen Fortschritte beim Schuldenabbau./mf/stk
(AWP)

