Der EuroStoxx 50 sank am Mittag um 0,55 Prozent auf 6.287,83 Punkte. Ausserhalb der Eurozone ging es ebenfalls leicht nach unten. Der britische FTSE 100 verlor 0,66 Prozent auf 10.744,50 Zähler, der Schweizer Leitindex SMI büsste 0,14 Prozent auf 13.927,41 Punkte ein.
Schwächster Sektor waren die Telekomaktien. Anleger nahmen eine Abstufung von Orange zum Anlass von Gewinnmitnahmen, nachdem der Sektor zuvor gut gelaufen war. Morgan Stanley hatte die Aktie der französischen Telekommunikationsgesellschaft auf «Underweight» gesenkt. Wegen politischer Unsicherheiten machen die Analysten das Risiko eines verlangsamten Gewinnwachstums aus. Ausserdem werden zunehmender Wettbewerb in Spanien und eine anziehende Verschuldung befürchtet. Orange verloren 4,7 Prozent, das Sektor Schwergewicht Deutsche Telekom büsste 3,5 Prozent ein.
Nahrungsmittelwerte litten unter den Verlusten von Nestle , deren Aktien um 2,1 Prozent sanken. Russland hatte einige Gesellschaften in dem Land unter vorübergehende Fremdverwaltung gestellt. Die Anteile bleiben formal zwar bei Nestle, das Unternehmen verliert aber zunächst die Kontrolle über die Beteiligungen.
Analysten schätzen, dass Russland rund ein bis zwei Prozent zum Konzernumsatz beiträgt. Aber es geht auch um beträchtliche Vermögenswerte. Schätzungen beziffern den Wert des russischen Geschäfts auf gut 1,75 Milliarden Franken. Diese müssten im schlimmsten Fall abgeschrieben werden.
Stärkster Sektor waren die Technologiewerte. Sie profitierten von guten Vorgaben aus den USA und Asien, wo Halbleiterwerte Gewinne verzeichnet hatten. ASML-Aktien setzten ihre Aufwärtsbewegung fort und zogen um 1,1 Prozent an./mf/stk
(AWP)

