US-Präsident Donald Trump kündigte nach der vorläufigen Absage weiterer Angriffe auf den Iran eine neue Gesprächsrunde mit Vertretern der Islamischen Republik an. Die Verhandlungen sollten am Montag stattfinden. Wo die Gespräche geführt werden sollen, ob sie auf mehrere Tage angelegt sind und wer genau daran beteiligt ist, liess er offen.
Ausserhalb der Eurozone hielten sich die Kursbewegungen in Grenzen. In Zürich legte der Leitindex SMI um 0,18 Prozent auf 14.371,77 Punkte zu. Der britische FTSE 100 («Footsie») gab um 0,10 Prozent auf 10.857,70 Punkte nach.
In London belastete der Kursrutsch von Astrazeneca . Die Titel sackten als Schusslicht im «Footsie» um neun Prozent ab. Der Pharmariese erwägt eine Übernahme seines US-Wettbewerbers Bristol Myers Squibb , wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen berichtete. Die Anteilscheine der Amerikaner schwankten in New York deutlich und legten zuletzt etwas zu.
Mit Blick auf einzelne Sektoren waren europaweit die Aktien der Automobilbranche stark gefragt, der Sektorindex stieg um 1,4 Prozent und setzte damit die jüngste Erholung fort. Ende Juni war der europäische Autosektor auf den tiefsten Stand seit 2020 gefallen. Die Anteilscheine von Renault gewannen 4,4 Prozent.
Gegen den Trend gaben die Papiere von Stellantis in Mailand leicht nach. Die Grossbank UBS hatte die Kaufempfehlung für die Aktien gestrichen. In einem sich verbessernden Geschäftsumfeld mache der Automobilhersteller zu wenige Fortschritte, schrieb Analyst Patrick Hummel. Was bei höheren abgesetzten Volumina am Ende unten ankomme, sei erstaunlich wenig. Höhere Lagerbestände bei Händlern erforderten entweder Produktionskürzungen oder Kaufanreize.
Derweil liess die Absage an weitere Angriffe auf den Iran die Öl- und Gaspreise an den Rohstoffmärkten deutlich fallen. Dies lastete etwas auf den Kursen von Öl- und Gasproduzenten ./la/he
(AWP)

