Am Donnerstag steht der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) auf der Agenda der Anleger, gefolgt von US-Inflationsdaten am Freitag, die wegweisenden Charakter für die US-Geldpolitik haben könnten. Anhaltende Spannungen im Persischen Golf behinderten am Montag die Risikobereitschaft. Nach erneuten gegenseitigen Angriffen im Krieg zwischen den USA und dem Iran kam Gegenwind von steigenden Ölpreisen.

Gestützt auf anziehende Technologie- und KI-Werte als grösste Indexgewinner legte der EuroStoxx 50 um 0,17 Prozent auf 6.403,99 Punkte zu. Der Eurozonen-Leitindex verbuchte damit seinen dritten freundlichen Handelstag in Folge. Ausserhalb des Euroraums schloss der britische FTSE 100 knapp im Minus bei 10.822,13 Zählern.

Deutlicher nach unten ging es in der Schweiz, wo der SMI um 0,81 Prozent auf 14.279,38 Punkte fiel. Der Züricher Leitindex wurde vor allem von den Schwergewichten Novartis und Swiss Re belastet mit Abgaben, die jeweils grösser drei Prozent waren.

Der Pharmakonzern Novartis musste in einer Studie mit dem Lipoprotein-Senker Pelacarsen einen Rückschlag einstecken. Das Medikament hatte nicht den erhofften Erfolg beim Schutz vor Herzinfarkt, Schlaganfall und kardiovaskulärem Tod gezeigt. Swiss Re waren mit 3,6 Prozent Minus das SMI-Schlusslicht. Der Rückversicherer warnte anlässlich des traditionellen Branchentreffens in Monte Carlo vor immer grösseren Risiken durch Waldbrände.

Als Profiteur der gestiegenen Ölpreise lag der Sektorindex der europäischen Ölwerte mit einem Plus von 1,3 Prozent an der Spitze. Die Papiere von Eni und Totalenergies gehörten im Eurostoxx mit 0,6 respektive 1,6 Prozent zu den Gewinnern.

Noch etwas grössere Kursgewinne konnten Anleger jedoch mit Einzelwerten erzielen, die vom Ausbau der KI profitieren. Titel des Chipkonzerns Infineon waren im Schlepptau zuvor schon in Asien gestiegener Branchenkurse mit fast sieben Prozent der Spitzenreiter. Begehrt waren ausserdem die Titel des Chipausrüsters ASML sowie des Elektrokonzerns Schneider Electric ./tih/jha/

(AWP)