Die positive Tendenz fusst vor allem auf der Entwicklung von KI-Werten, die wieder positiver wird. Während sich der US-Technologieindex Nasdaq 100 am Vorabend letztlich kaum bewegte, zeigten sich der südkoreanische Kospi und der japanische Nikkei 225 etwas erholt.
SpaceX hat die zuletzt enorm verschlechterte Laune im KI-Sektor mit dem Bericht über einen Milliardengewinn im abgelaufenen Quartal wieder ein wenig gebessert. Sowohl im Geschäft mit Internet aus dem All als auch mit KI-Rechenzentren lief es gut. Die Aktien zogen nachbörslich deutlich an. Im Dax dürften die Werte mit KI-Bezug wie Infineon oder Siemens Energy davon profitieren.
Kursrelevant bleiben ansonsten die alten Themen: Energiepreise im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg und Anleiherenditen in Zusammenhang mit den Unruhen in Frankreich. Die LBBW schrieb am Morgen, Angriffe der Huthi-Miliz auf Schiffe und Ölanlagen in Saudi-Arabien hätten zuletzt den Markt verunsichert. Gerüchte über einen möglichen Kompromissvorschlag von Vermittlern aus Katar und Pakistan nährten aber wieder die Hoffnung auf eine Beruhigung der Lage.
Adidas gehört vorbörslich mit drei Prozent zu den Gewinnern. Der Sportartikelkonzern hat am Vorabend seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr erhöht nach Vorabzahlen, die einen Rekordumsatz mit sich brachten. Die positive Überraschung beim operativen Ergebnis sei im Quartal ordentlich gewesen, schrieb der RBC-Experte Piral Dadhania in einem ersten Kommentar.
Qiagen-Anteile dürften vorbörslich daran anknüpfen, dass sie am Vortag im Schlusshandel schon angezogen waren auf ein Hoch seit Februar. Die Aktien des Labordienstleisters und Diagnostikkonzerns profitieren einmal mehr von einem Bericht über ein bevorstehendes Angebot des Finanzinvestors EQT.
Weitere vorbörsliche Gewinner sind die zuletzt wegen Zinssorgen gebeutelten Aktien von Immobilienkonzernen. Der Wohnungsanbieter Grand City Properties hat sich mit gut 20 Prozent beim Immobilienkonzern LEG eingekauft, woraufhin sich beide Aktien erholten. Davon könnte auch der Grand-City-Grossaktionär Aroundtown profitieren.
Gewinne zeichnen sich obendrein noch bei Friedrich Vorwerk wegen vorgelegter Zahlen und erhöhter Jahresziele ab. Unter Druck erwartet wird jedoch der Dialysekonzern FMC , nachdem von der US-Regierung eine Reihe von Änderungsvorschlägen bei der Versorgung von Nierenerkrankungen mit potenziell nachteiliger Wirkung kamen./tih/jha/
(AWP)

