Eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als Indikator für den Dax ein Minus von 0,1 Prozent auf 26.018 Punkte. Am Donnerstag hatte der deutsche Leitindex das höchste Niveau seit Anfang September erreicht und am Ende ein Plus von 1,3 Prozent verzeichnet. Überwiegend positive Quartalszahlen und unveränderte Leitzinsen der Notenbanken hatten für Rückenwind gesorgt. Damit deutet sich für den Dax ein Wochengewinn von mehr als drei Prozent an.
Die Ölpreise sind zum Wochenausklang angesichts wachsender Sorgen über einen möglichen erneuten Militärschlag der USA im Iran zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit April gestiegen. Seit längerem wird über mögliche neue Angriffe der USA und Israels gegen den Iran nach den US-Parlamentswahlen spekuliert, die kommenden Dienstag stattfinden.
Eine Geschworenen-Jury im US-Bundesstaat Missouri urteilte in einem Glyphosat-Prozess zugunsten von Bayer . Nachdem der Pharma- und Agrarchemiekonzern im Juni einen wegweisenden Glyphosat-Fall vor dem obersten US-Gericht gewonnen hatte, war der Prozess in Missouri wichtig, weil die Kläger andere Argumente gegen Bayer vorbrachten. Jefferies-Analyst Michael Leuchten sprach von einem ermutigenden Gerichtserfolg. Die Bayer-Aktie gewann auf der Handelsplattform Tradegate rund vier Prozent zum Xetra-Schlusskurs.
Der Brennstoffzellenspezialist SFC Energy erhöhte nach den Zahlen für die ersten neun Monate erneut seine Ergebniszielspanne für 2026. An dem im August angehobenen Umsatzziel hält das Unternehmen nun fest. In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres hatte SFC den Erlös um fast ein Drittel gesteigert. Das operative Ergebnis (bereinigtes Ebitda) legte von 10,8 Millionen Euro im Vorjahr auf 33,7 Millionen Euro zu. Die SFC-Papiere schnellten auf Tradegate um 7,4 Prozent nach oben.
Für die Aktie von Wacker Chemie ging es auf Tradegate um 3,4 Prozent abwärts, nachdem die Deutsche Bank und die Privatbank Berenberg sie abgestuft hatten. Berenberg-Analyst Sebastian Bray erwartet für das Spezialchemie-Unternehmen im kommenden Jahr kaum Chancen für eine klare operative Ergebnissteigerung./edh/jha/
(AWP)

