Die Ölpreise haben zum Wochenstart wegen der weiter ungeklärten Lage rund um die Strasse von Hormus zugelegt. Massiv unter Druck gerät der weltgrösste Ölexporteur Saudi-Arabien: Wegen der zunehmenden Bedrohung der zweiten Meerenge Bab al-Mandab durch die Huthi-Miliz im Jemen muss das Königreich nach Drohnenangriffen auch noch eine wichtige Pipeline abschalten.
Zudem belasten neue Befürchtungen rund um das Trendthema KI wegen aufkommender Forderungen nach einer verlangsamten Entwicklung dieser Technologie, die in Asien vor allem die südkoreanische Börse bremste.
Nach dem Schock eigenständiger Hacking-Attacken durch Künstliche Intelligenz sei er besorgt, dass in sechs bis zwölf Monaten ein KI-Schwarm in der Lage sein könnte, das gesamte Internet zu übernehmen und potenziell Hunderte Milliarden Dollar Schaden zu verursachen, fürchtet Dario Amodei, Chef des KI-Unternehmens Anthropic. Auch der Chef des ChatGPT-Entwicklers OpenAI, Sam Altman, ist der Ansicht, dass das Tempo bei der Entwicklung leistungsstärkster KI-Modelle gebremst werden müsse.
Mit dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed wirft auch ein anderes wichtiges Ereignis im Wochenverlauf bereits seine Schatten voraus. «Selten sind die Märkte so nervös wie in dieser Woche, was vor allem auch an der Zinsentscheidung in den USA liegt», hiess es am Morgen von der NordLB. Mitte der Woche werden Anleger erfahren, wie der geldpolitische Pfad in den USA sich fortsetzt.
Aus Unternehmenssicht dürfte es am Montag nachrichtlich ruhig zugehen. Einen Blick wert sein könnten die Aktien von Adidas , die im vorbörslichen Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate um rund ein Prozent nachgaben. Die Investmentbank Baird hatte die Papiere des Sportartikelkonzerns von «Outperform» auf «Neutral» abgestuft und das Kursziel von 180 auf 165 Euro reduziert./edh/zb
(AWP)

