«Bislang lassen sich Aktienanleger davon nicht aus der Ruhe bringen», schrieb Analyst Thomas Altmann von QC Partners. Sollte sich der Ölpreis allerdings länger auf hohem Niveau halten oder sogar weiter ansteigen, dürften die Schäden für die Weltwirtschaft hoch sein. «Und dann werden auch die Aktienmärkte den Ölpreis nicht dauerhaft ignorieren können». Aktuell überwiege am Aktienmarkt die Hoffnung auf eine nur kurze Eskalationswelle zwischen den USA und dem Iran und einen anschliessend schnellen Rückgang der Ölpreise.

Der MDax der mittelgrossen Unternehmen zeigte sich am Dienstag mit 32.391 Punkten nahezu unverändert. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,3 Prozent nach unten.

Bei den Einzelwerten sorgten Kommentare von Analysten für Bewegung: Infineon -Aktien büssten nach einer Abstufung durch Morgan Stanley 2,7 Prozent ein. Bei dem Chip-Hersteller sehen die Experten zunächst kaum noch Auftrieb für die Markterwartungen.

Kaufempfehlungen der Citigroup für die Aktien von Kion und Nordex verhalfen diesen zu Aufschlägen von 4,6 respektive 1,1 Prozent. Kion war damit grösster Gewinner im MDax.

Anteile des Vermögensverwalters DWS verteuerten sich um 2,3 Prozent, angetrieben von einem Kaufvotum der US-Bank Jefferies. DWS-Aktien haben seit Jahresbeginn um gut 37 Prozent zugelegt.

Unter den kleineren Titeln im SDax fielen Hornbach Holding auf mit einem Kurssprung von 8 Prozent und dem höchsten Stand seit Ende vergangenen Jahres. Der Baumarktkonzern hat im zweiten Geschäftsquartal eine robuste Nachfrage verzeichnet./bek/jha/

(AWP)