Der MDax mit den mittelgrossen deutschen Werten sank um 0,33 Prozent auf 30.350 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab um 0,1 Prozent nach.

Nach dem Rekordhoch im Dax von 26.618 Punkten Ende August waren die Aktienkurse in den vergangenen Wochen vor allem wegen der steigenden Ölpreise und deutlich gestiegener Anleiherenditen unter Druck geraten. Am Donnerstag war der deutsche Leitindex bis auf 24.831 Zähler und damit auf den niedrigsten Stand seit Ende Juli gefallen. Am Freitag erholte sich der Dax dann etwas im Zuge eines schwächer als gedacht ausgefallenen US-Arbeitsmarktberichtes, der Inflations- und Zinssorgen etwas milderte.

In Europa seien weiterhin die hohen Renditen französischer Staatsanleihen ein Belastungsfaktor, erläuterte Marktexperte Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets. Sie spiegelten das Misstrauen der Anleger gegenüber der französischen Fiskalpolitik und der hohen Staatsverschuldung wider. Gleichzeitig hielten die hohen Energiepreise die Inflationssorgen am Leben und belasteten über steigende Benzinpreise zunehmend den privaten Konsum. «Damit fehlt dem europäischen Aktienmarkt weiterhin die entscheidende Entlastung», resümierte Lipkow.

Sorgen bereitet auch die politische Unsicherheit in Deutschland angesichts der jüngsten Landtagswahlen sowie die Situation in Spanien, wo Regierungschef Pedro Sanchez Neuwahlen angekündigt hat.

Am Aktienmarkt setzten am Montag nach einem milliardenschweren Übernahmeangebot von Schneider Electric für den US-Softwarekonzern PTC auch hierzulande die Anleger auf Software-Papiere. Im Dax gewannen SAP 0,8 Prozent, im MDax lagen Nemetschek mit plus 2,8 Prozent an der Spitze. Im Nebenwerteindex SDax führten die Aktien von Teamviewer mit plus 3,7 Prozent das Feld an.

Morgan Stanley wird für den Reifenhersteller Continental optimistischer und votiert mit «Overweight». Continental gewannen an der Dax-Spitze 1,6 Prozent. Hinten im Index verloren die Titel von Siemens Healthineers 1,5 Prozent. Im Nebenwerteindex SDax war mit Carl Zeiss Meditec ein weiterer Medizintechnikhersteller sehr schwach mit minus 4,5 Prozent. Hier belastete eine Verkaufsempfehlung von Goldman Sachs.

Das SDax-Unternehmen Mutares will die Mehrheit seiner Beteiligung Lapeyre nach Italien verkaufen. Bei Anlegern kommt das gut an, die Papiere der Beteiligungsgesellschaft verteuerten sich um 3 Prozent./ajx/mis

(AWP)