Der Leitindex Dow Jones Industrial legte um 0,3 Prozent auf 54.043 Punkte zu. Auf Wochensicht deutet sich damit für das nahe dem Rekordhoch notierende Börsenbarometer ein Plus von 3 Prozent an.

Der marktbreite S&P 500 gewann am Freitag 0,5 Prozent auf 7.749 Zähler. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 0,8 Prozent auf 29.611 Punkte nach oben.

«Der US-Arbeitsmarktbericht für Juli war in nahezu allen Belangen enttäuschend», schrieb Volkswirt Dirk Chlench von der Landesbank Baden-Württemberg. «Angesichts dessen sehen wir uns in unserer Aussenseitermeinung, dass die Fed im weiteren Jahresverlauf keine Leitzinserhöhungen vornehmen wird, bestärkt.»

Im Blick standen zudem die Entwicklungen im Nahen Osten. Der eskalierende Konflikt zwischen Saudi-Arabien und der Huthi-Miliz im Jemen droht eine Friedenslösung im Iran-Krieg zu erschweren. Dagegen geht US-Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben weiter davon aus, dass der Iran-Krieg «ziemlich bald» enden und eine Einigung zur Öffnung der Strasse von Hormus bevorstehen könnte. Der Ölpreis legte angesichts der bestehenden Unsicherheiten zuletzt etwas zu.

Dem Nasdaq 100 verhalfen deutliche Gewinne bei den Aktien von Microchip Technology , Airbnb und SpaceX auf die Sprünge. So zogen die Anteilscheine von Airbnb an der Index-Spitze um 16 Prozent an. Der Betreiber einer Unterkünfte-Plattform hatte seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr erneut angehoben.

Die Papiere von Microchip Technology gewannen fast 13 Prozent. Das Halbleiterunternehmen hatte für das erste Geschäftsquartal einen Gewinnsprung ausgewiesen und einen Ausblick gegeben, der gut ankam.

Mit einem Plus von fast elf Prozent blieben die Aktien von SpaceX auf Erholungskurs. Argus Research hatte die Anteilscheine zum Kauf empfohlen. Die Analysten schrieben, sie seien von der «schnellen Amortisation» der Investitionen des Unternehmens in die KI-Infrastruktur beeindruckt.

Anleger von Cloudflare freuten sich über einen Kursgewinn von fast zehn Prozent. Das Cybersicherheits-Unternehmen hatte mit seinen Geschäftszahlen die Markterwartungen übertroffen und seine Gewinnprognose für das laufende Jahr angehoben.

Unter den im S&P 500 gelisteten Papieren fielen Resmed um mehr als sechs Prozent. Der Hersteller von Beatmungsgeräten war mit seiner bereinigte Bruttomarge und dem bereinigte Betriebsergebnis im vierten Geschäftsquartal hinter den Markterwartungen zurückgeblieben. Analysten wiesen zudem auf Schwächen im Amerika-Geschäft hin.

Am Index-Ende sackten die Anteilscheine von Trade Desk um gut ein Fünftel ab. Das Werbetechnologieunternehmen hatte mit seiner Umsatzprognose für das dritte Quartal enttäuscht./la/he

(AWP)