Der Broker IG taxierte den Nasdaq 100 über eine Stunde vor Handelsbeginn 0,1 Prozent tiefer auf 28.941 Punkte. Auf Wochensicht steuert er damit auf einen Verlust von 0,8 Prozent zu. Den am Donnerstag kaum bewegten Dow Jones Industrial sieht IG 0,3 Prozent im Minus bei 52.520 Punkten, womit sich das Wochenplus auf ein Prozent beliefe.

Der Leitindex hat sich im Oktober schon sichtbar von den zwei vorangegangenen, schwachen Monaten erholt. Dagegen ist der Nasdaq von seinem früh im Oktober erreichten Rekordhoch deutlich zurückgefallen. Im bisherigen Jahresverlauf liegt er aber immer noch vorn, auch wenn die im Tech-Sektor dominierende KI-Fantasie zuletzt einige Schrammen davongetragen hat. Die Debatte darüber, ob sich die immens hohen Investitionen in Künstliche Intelligenz am Ende auszahlen werden, bestimmt nach wie vor das Bild.

Diese Wachstumszweifel hatte zuletzt auch Meta zu spüren bekommen. Die Anleger schickten dessen Aktien am Donnerstag auf Talfahrt, nachdem der Social-Media- und Technologieriesen im Rahmen seiner Quartalszahlen die Investitionspläne für KI-Infrastruktur noch weiter nach oben geschraubt hatte. Vor dem Wochenende zeichnen sich weitere Kursverluste von 0,6 Prozent ab.

Schlechter sieht es beim Hersteller von Festplattenlaufwerken und Speicherprodukten Western Digital aus, dessen Titel am Vortag mit der schwachen Halbleiterbranche abgerutscht waren. Trotz überraschend guter Quartalszahlen und Schlussquartals-Ziele sanken sie vorbörslich um 3,1 Prozent.

Bei American Express stand ein Kursrückgang um 1,7 Prozent zu Buche. Dass der Finanzkonzern mit seinem Quartalsbericht die Erwartungen übertraf und den Ausblick anhob, gab den Aktien ebenfalls keinen Schwung.

Ausserhalb der Techbranche sackten die Aktien von Deckers Outdoor um 8,7 Prozent ab. Der Schuhkonzern sorgte mit einer Prognosesenkung für schlechte Stimmung.

Dagegen konnten sich die Anteile von SpaceX um 2,2 Prozent erholenn nachdem sie am Donnerstag um neun Prozent abgesackt waren. Der Raumfahrt- und KI-Konzern von Elon Musk verhandelt Kreisen zufolge mit zumindest einem grossen Anbieter über den Kauf von mindestens 80.000 Mobilfunkmasten und würde damit in das herkömmliche Mobilfunkgeschäft einsteigen. Bislang verdient SpaceX in diesem Bereich sein Geld mit dem satellitengestützten Internetdienst Starlink./gl/mis

(AWP)