Zwar haben die Öl-Transporte durch die Strasse von Hormus in den vergangenen Wochen zugenommen, allerdings wurde ein Anstieg der Angriffe auf Ölttanker registriert. So meldete die britische Schifffahrtsbehörde UK Maritime Trade Operations für den gerade erst begonnen Monat Oktober mindestens neun Angriffe. Das entspricht der Hälfte aller Angriffe, die im Vormonat in dieser Wasserstrasse und im Persischen Golf zusammen registriert wurden. Die Ölpreise legten wieder zu und an den Anleihemärkten stiegen die Renditen erneut.

Rund anderthalb Stunden vor dem Börsenstart am Mittwoch gab der Dow Jones Industrial um 0,4 Prozent auf 51.165 Punkte nach. Der bekannteste Wall-Street-Index ist der einzige der grossen US-Indizes, der bislang noch nicht wieder Rekordhöhe erreicht hat. Seine Bestmarke datiert von Anfang August und liegt bei etwas unter 54.800 Punkten.

Der technologielastige Nasdaq 100 erreichte - wie auch der breite Nasdaq Composite und die beiden S&P-Indizes 100 und 500 - am Dienstag einen Rekord. An diesem Mittwoch dagegen dürfte er zum Börsenstart laut IG um 0,7 Prozent auf 31.010 Punkte fallen.

Einzelnachrichten zu US-Unternehmen gab es kaum. Die grössten und bedeutendsten US-Technologieaktien, die «Magnificent 7», zeigten sich vorbörslich uneinheitlich. Während Apple um 0,7 Prozent stiegen, gaben Alphabet , Amazon , Meta , Microsoft und Tesla vorbörslich nach. Die Aktie des KI-Chipgiganten Nvidia allerdings war tags zuvor noch auf ein Rekordhoch gestiegen, womit sich der Börsenwert zunehmend der magischen Marke von 6 Billionen US-Dollar nähert.

SpaceX büssten vorbörslich 2,2 Prozent ein. Die «Financial Times» berichtete, dass das Musk-Unternehmen im Rahmen einer vom Finanzinvestor Apollo Global Management angeführten Finanzierungsrunde 40 Milliarden Dollar aufbringen will, um Nvidia-Chips zu erwerben.

Die Aktie von Constellation Brands dürfte ebenfalls einen Blick wert sein. Sie verlor vorbörslich 6,9 Prozent. Der Brauereikonzern hatte am Vortag nach Börsenschluss seine Zahlen für das zweite Geschäftsquartal 2026/27 veröffentlicht und dabei mit dem bereinigten Jahresziel für das Ergebnis je Aktie enttäuscht. Zudem wurde ein Zukauf bekannt gegeben: Der Konzern erwirbt das Start-up SpikedAde für Getränke auf Wodkabasis.

Flutter profitierten vor dem Börsenstart unterdessen von einem Analystenkommentar der Citigroup und stiegen um 3,6 Prozent. Die Citigroup stufte die Aktie des Anbieters von digitalem Glücksspiel und Online-Sportwetten von «Neutral» auf «Buy» hoch und begründete ihren Schritt mit der jüngsten Kursschwäche der Aktie. Die Bedenken hinsichtlich Brasiliens und der US-Sportwetten-Ergebnisse im September seien übertrieben, hiess es./ck/nas

(AWP)