Der marktbreite S&P 500 konnte sich mit einem Plus von 0,60 Prozent auf 7.568 Punkte ebenfalls berappeln. Dagegen sank der Leitindex Dow Jones Industrial um 0,23 Prozent auf 51.865 Punkte. Er hatte zu Wochenbeginn als einziges der grossen US-Börsenbarometer einen Gewinn ins Ziel gerettet.
Am Tag der viel beachteten Zwischenwahlen (Midterms) in den Vereinigten Staaten hielt sich die Kaufbereitschaft damit in Grenzen. Millionen Amerikaner stimmen an diesem Dienstag über die künftige Zusammensetzung des Parlaments in Washington ab. Bei den Midterms stehen alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und gut ein Drittel der 100 Senatssitze zur Wahl. Bislang halten die Republikaner von US-Präsident Donald Trump eine hauchdünne Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses.
Meinungsforschern und Wahlanalysten zufolge spricht einiges dafür, dass die Demokraten unter dem Eindruck von Trumps schlechten Beliebtheitswerten gestärkt aus der Wahl hervorgehen könnten. Erste Ergebnisse werden nach mitteleuropäischer Zeit in der Nacht zu Mittwoch erwartet.
Die Zwischenwahlen können laut Experten zuvorderst einzelne Sektoren des Aktienmarktes bewegen. Die grosse Richtung dürften im Prinzip weiter die grundlegenden Kurstreiber wie das generelle Gewinnwachstum der Unternehmen oder die Aussicht auf eine nicht zu straffe Zinspolitik der Notenbank vorgeben.
Im Halbleitersektor griffen etliche Anleger nach den zuletzt überwiegenden Kursverlusten am Dienstag zu. So erholten sich die Aktien von AMD , Sandisk und Broadcom um 3,3 bis 5,1 Prozent. Bei Nvidia reichte es für ein Plus von 2,8 Prozent, nachdem die Titel bereits zu Wochenbeginn gestiegen waren.
Die schon am Montag im Vorfeld von Zahlen schwachen Apple-Aktien verloren hingegen weitere 2,1 Prozent. Der iPhone-Konzern befürchtet im üblicherweise lukrativen Weihnachtsgeschäft Gegenwind durch stark gestiegene Speicherchip-Preise und enttäuschte mit dem Ausblick auf das laufende Quartal.
Auch die KI-gestützte Daten- und Analyseplattform Palantir , zu deren Hauptkunden das US-Militär zählt, enttäuschte mit ihrer Quartalsprognose. Dies zählte für die Investoren mehr als der laut Jefferies-Analyst Brent Thill starke Quartalsbericht. Die Anteile verloren zuletzt aber nur noch 1,5 Prozent.
Bei der cloudbasierten E-Commerce-Plattform Shopify blieb der Quartalsumsatz zum ersten Mal seit vier Jahren hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Dies schockte die Anleger offenbar: Die Aktien knickten um weitere 5,6 Prozent ein./gl/he
(AWP)

