Zuletzt sank der Dow Jones Industrial um 0,35 Prozent auf 51.599 Punkte. Angesichts der deutlichen Kursabschläge vor der gestrigen Erholung steuert der Leitindex auf einen Wochenverlust von 1,9 Prozent zu. Der marktbreite S&P 500 verlor am Freitag 0,12 Prozent auf 7.628 Punkte. Dagegen schaffte der technologielastige Nasdaq 100 einen Anstieg um 0,10 Prozent auf 29.478 Punkte. Vor allem dank des starken Donnerstags zeichnet sich für die Woche ein Plus von 0,4 Prozent ab.

Die US-Börsen hielten sich vor dem Wochenende deutlich besser als die europäischen Aktienmärkte - dort stand ebenfalls der grosse Verfall auf der Agenda. Neben dem Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 erlitt auch der Dax sichtbare Verluste. In Deutschland sorgen die anstehenden Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern für politische Unsicherheit. Die Wahlergebnisse könnten die Bundesregierung und insbesondere die regierende Union von Bundeskanzler Friedrich Merz noch stärker unter Druck setzen.

Einmal mehr gefragt waren in New York die Aktien von Halbleiterunternehmen. Sandisk , Seagate Technology und Lam Research verzeichneten Kursgewinne von bis zu knapp acht Prozent. Aussagen von Nvidia-Chef Jensen Huang, der im kommenden Jahr mit einer Verdopplung des Chipabsatzes rechnet, halfen der guten Branchenstimmung. Die Nvidia-Aktien selbst hinkten der guten Entwicklung mit einem minimalen Plus aber weiter hinterher.

Die zuletzt schon erholten Krypo-Aktien wie Strategy und Coinbase zogen um weitere 14,5 beziehungsweise 12,3 Prozent an. Sie profitierten davon, dass die US-Börsenaufsicht SEC grünes Licht für eine verlängerte Ausnahme gegeben hat, die den Handel mit tokenisierten Aktien erlaubt. Dabei handelt es sich um digitale Abbilder klassischer Wertpapiere auf einer Blockchain.

Für die Aktien von On Holding ging es um ein Prozent hoch. Fussball-Superstar Kylian Mbappe bindet sich nach seinem Bruch mit Nike als Partner an den Sportartikelhersteller - als Repräsentant der Marke und für die Entwicklung neuer Produkte. Nike-Aktien verloren 2,1 Prozent.

Netflix-Titel büssten 4,6 Prozent ein. Analyst Seven Cahall von der Bank Wells Fargo stufte die Aktien wegen seiner Skepsis gegenüber der Content-Strategie des Streamingriesen ab. Er sieht die Gefahr, dass beliebte Eigenproduktionen verloren gehen, sollte Netflix in Konkurrenz zu Youtube zu einer umfassenderen Content-Plattform umgestaltet werden.

Im Stahlsektor ging es für Nucor und Steel Dynamics um 6,6 beziehungsweise 4,7 Prozent bergab. In beiden Fällen reagieren die Anleger enttäuscht auf die Zielsetzungen der Unternehmen für das dritte Quartal./gl/nas

(AWP)