Der Dow kam letztlich mit 52.747,32 Punkten auf ein Plus von 1,03 Prozent. Der breit aufgestellte S&P 500 gewann 0,21 Prozent auf 7.428,78 Zähler. Der Nasdaq 100 sackte allerdings nochmals ab, auch wenn er sein zwei Prozent hohes Spitzenminus auf 0,98 Prozent mehr als halbieren konnte. Mit dem Schlussstand von 27.763,14 Punkten vollendete der technologielastige Leitindex seinen fünften Handelstag im Minus.
Der Rückfall des Nasdaq 100 seit dem Rekordhoch ist mittlerweile auf gut zehn Prozent angewachsen. Börsianer sprechen bei diesem Umfang für gewöhnlich von einer Korrektur. Bedenken, dass sich immense Ausgaben für Künstliche Intelligenz (KI) letztlich nicht rechnen und die Bewertungen zwischenzeitlich ausgeufert waren, paaren sich neuerdings auch noch mit Sorgen um Konkurrenz aus China.
Unter den Speicherherstellern ging es vor allem bei Sandisk nochmals um mehr als 14 Prozent bergab. Der Kurs des Unternehmens, dessen Kurs sich 2026 in der Spitze fast verzehnfacht hatte, hat sich jetzt binnen eines Monats wieder fast halbiert. Bei den Chipkonzernen Marvell Technology und Micron war das Minus am Dienstag zeitweise auch prozentual zweistellig.
Positiv von sich reden machen im Technologiesektor neuerdings eher Software-Aktien mit einer breiten Erholung, die sich am Dienstag bei Werten wie Microsoft und Salesforce fortsetzte. Unter den «Magnificent 7» waren aber die Aktien des Google-Mutterkonzerns Alphabet der Tagessieger.
Für Aufmerksamkeit sorgte noch Apple mit einem Börsenwert, der erstmals die Schwelle von fünf Billionen US-Dollar erreichte. Zuvor war dies nur Nvidia gelungen, doch der Wert des Chipriesen ist schon einige Zeit wieder darunter gefallen und hat den Status als wertvollstes Unternehmen wieder an den iPhone-Hersteller abgegeben.
Unter den Dow-Werten profitierten Aktien von Sherwin Williams , Coca-Cola und Boeing mit Anstiegen zwischen 4,8 und 8,3 Prozent sehr deutlich von ihren Zahlenvorlagen. In den kommenden Tagen rückt der Fokus der Berichtssaison dann wieder stärker auf den Technologiesektor mit den Schwergewichten Microsoft , Meta , Amazon und Apple .
Mit 1,2 Prozent waren im Dow die Aktien von Chevron einer der sehr wenigen Verlierer. Sie litten gemeinsam mit ExxonMobil unter dem weiter sinkenden Ölpreis. Am Markt herrscht weiter Hoffnung, dass die USA und der Iran wieder über eine Lösung des Kriegs sprechen könnten. «Wir sind in sehr tiefgehenden Verhandlungen mit dem Iran», sagte US-Präsident Donald Trump der Website «Axios».
Bei UPS führte es nicht zu einem Kursgewinn, dass der Logistiker seine Prognosen erhöhte. Die Aktien sackten um 6,6 Prozent ab. Die Fokussierung auf margenstärkere Sendungen hat eine Kehrseite, denn das Unternehmen warnte nach dem Rückfahren der Geschäftsbeziehung mit Amazon vor einem geringeren Liefervolumen. Anleger zeigten sich mit Blick auf die zweite Jahreshälfte verunsichert./tih/he
(AWP)

