Der Dow sank um 0,26 Prozent auf 51.349,92 Punkte. Der marktbreite S&P 500 gab um 0,17 Prozent auf 7.670,84 Zähler nach. Für den Nasdaq 100 ging es um 0,21 Prozent auf 30.339,33 Punkte aufwärts.

Die Verhandlungen mit den USA über die Strasse von Hormus gehen nach Worten des iranischen Aussenministers weiter. In dem festgefahrenen Konflikt versuche aktuell der Golfstaat Katar eine Lösung zu finden, sagte Abbas Araghtschi laut seinem Ministerium in New York. Die Öllieferungen durch die umkämpfte Meeresstrasse nehmen zu. Immer wieder gibt es aber auch Berichte über den Beschuss von Schiffen.

Im Fokus stand neben dem Nahen Osten einmal mehr das Boom-Thema Künstliche Intelligenz (KI). Präsident Donald Trump lehnte neue Bundesvorschriften zur KI ab, nachdem er sich im Weissen Haus mit führenden Vertretern der Branche getroffen hatte - und dies vor dem Hintergrund wachsender weltweiter Bedenken hinsichtlich der von dieser Technologie ausgehenden Gefahren. Nach einem Mittagessen mit fast zwei Dutzend Führungskräften aus dem Silicon Valley, darunter den Firmenchefs von Anthropic und Nvidia , sagte Trump, die bestehenden Gesetze reichten aus, um die Amerikaner vor den potenziellen Risiken der Künstlichen Intelligenz zu schützen.

Anthropic sorgte ausserdem für Neuigkeiten in puncto Börsengang, der zuletzt in der Schwebe war. Berichten zufolge strebt das Unternehmen eine Bewertung von über zwei Billionen US-Dollar an, was den bisherigen Rekordhalter SpaceX überbieten würde. Laut der Landesbank Baden-Württemberg sind aber besonders die für die kommenden Jahre geplanten KI-Infrastrukturausgaben mit 518 Milliarden Dollar «exorbitant» hoch.

Die Anteilscheine von Nvidia büssten anfängliche Gewinne ein und fielen letztlich um 0,7 Prozent. Die Papiere hatten sich am Montag nach der angekündigten, massiven Aufstockung von Aktienrückkäufen gegen die Gewinnmitnahmen im Sektor gestemmt.

«Trotz der zuletzt aufgekommenen Zweifel an Wachstum, Investitionen und Bewertungen bleibt die KI-Story für viele Investoren attraktiv», schrieb Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst beim Handelshaus CMC Markets. «Die ersten Risse sind sichtbar, aber die Story ist noch lange nicht gebrochen. Solange die Anleger an die langfristigen Wachstumsperspektiven glauben, werden Rücksetzer bei den entsprechenden Aktien weiterhin auch als Kaufgelegenheiten gesehen.»

Die Anteilscheine von AMD gaben geringfügig nach. Der Chipkonzern gibt im Wettstreit mit Branchenführer Nvidia mehr als acht Milliarden Dollar für das Start-up einer KI-Pionierin aus.

Beim Chipkonzern Micron verteilten die Anleger schon Vorschuss-Lorbeeren für die am Mittwoch nachbörslich anstehenden Quartalszahlen: Die Aktien legten um 1,1 Prozent zu.

An der Spitze des S&P 500 zogen die Anteilscheine von Carnival nach einer Prognoseerhöhung um 13,4 Prozent an. Die Nachfrage nach Kreuzfahrten habe im Laufe des Quartals einen historischen Höchststand erreicht, hiess es. Im Kielwasser gewannen die Papiere von Royal Caribbean Cruises 7,5 Prozent./la/he

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

(AWP)