Nach dem starken Lauf des SMI über die vergangenen sieben Wochen mit einem Anstieg um rund 10 Prozent ist die Luft für weitere Avancen etwas dünn geworden. Sowohl der wirtschaftliche, als auch der politische Hintergrund seien für Anleihen und Aktien derzeit zwar vorteilhaft, das Tempo des jüngsten Rally scheine aber nicht nachhaltig, warnt denn auch die UBS in einem Marktkommentar. Die Risiken würden derzeit unterschätzt. Rückblickend auf die Woche der Notenbanken meint zudem die Online-Bank Swissquote, dass die Spekulationen um das Ausmass der im kommenden Jahr zu erwartenden Zinssenkungen mittlerweile chaotische Züge angenommen hätten. Das von den Investoren derzeit eingepreiste Ausmass der Zinssenkungen sei viel höher als vom Fed signalisiert.

Der Leitindex SMI steht um 09.20 Uhr 0,35 Prozent tiefer bei 11'152,32 Punkten. Der 30 Titel umfassende SLI gibt 0,50 Prozent auf 1783,95 Punkte nach und der breite SPI 0,47 Prozent auf 14'587,96 Punkte. Im SLI geben 24 Titel nach und 6 legen zu.

Die grössten Abgaben verzeichnen derzeit Straumann (-2,0 Prozent auf 134,90 Fr.). JPMorgan hat für den Titel das Kursziel leicht auf 145 Franken erhöht und die Einstufung «Neutral» bestätigt. Nach dem Anstieg um rund 15 Prozent in der Vorwoche kommt es nun aber zu Gewinnmitnahmen. Dennoch sieht Rahn+Bodmer aus charttechnischer Sicht noch immer Potential für den Titel bis in den Bereich des Jahreshochs von rund 144 Franken.

Mit Sika (-1,6 Prozent), Kühne+Nagel (-1,1 Prozent) oder Richemont (-0,9 Prozent) stehen weitere Titel unter erhöhtem Abgabedruck, welche in der Vorwoche stark gesucht waren. Sika und Kühne+Nagel haben beide innert einer Woche im zweistelligen Prozentbereich zugelegt.

Ähnlich ist die Situation bei VAT (-1,2 Prozent) oder Geberit (-0,5 Prozent).

Auch SGS (-0,5 Prozent) büssen etwas an Terrain ein. Der Warenprüfer hat am Morgen eine kleinere Devestition bekanntgegeben. Das verkaufte Crop Science Geschäfts generierte einen Jahresumsatz von 46 Millionen Franken.

cf/ra

(AWP)