Die momentane Zurückhaltung der Investoren erklärt sich laut Händlern auch mit dem bevorstehenden jährlichen Treffen der Notenbanker in Jackson Hole. Dort richtet sich der Fokus insbesondere auf die Rede des Fed-Chefs Kevin Warsh. Die Investoren wollen wissen, ob sich daraus Hinweise für den Zinspfad der näheren Zukunft ablesen liessen. Der am Vortag publizierte PCE-Deflator hat in diesem Zusammenhang gezeigt, dass diese von der Fed favorisierte Inflationskennziffer weiter zu hoch ist. Auch der überraschend hohe Anstieg der Einkommen der Amerikaner festigt die Erwartungen der Marktteilnehmer zumindest einer Zinserhöhung durch das Fed im laufenden Jahr.

Ölpreis bleibt deutlich unter 90 Dollar

Was den Nahost-konflikt anbelangt, hat sich der Iran nach den angedrohten jüngsten US-Sanktionen in einem Brief an die Vereinten Nationen gewandt und diese als einen Akt staatlichen und wirtschaftlichen Terrorismus verurteilt. Der Krieg am Persischen Golf dauert nun bald ein halbes Jahr, ein Ende ist weiterhin nicht in Sicht. Der Ölpreis hat sich zuletzt wieder klar unter der Marke von 90 Dollar positioniert, aktuell steht der Preis für Öl der Sorte Brent unter 87 Dollar.

SMI weiter aufwärts

Der SMI steht um 09.20 Uhr 0,81 Prozent tiefer bei 14'425,14 Punkten. Am Vortag hatte der SMI erstmals seit zwei Wochen die Marke bei 14'600 wieder überschritten, zumindest vorübergehend. Von den 20 SMI-Aktien notieren derzeit 18 im Minus und im 2 Plus.

Der nicht von den Schwergewichten belastete Mid-Cap-Index SMIM fällt lediglich um 0,19 Prozent auf 3150,77 Punkte zurück, während der breite SPI 0,66 Prozent auf 20'301,17 Punkte einbüsst.

Am stärksten im Minus sind derzeit Givaudan (-3,0 Prozent), dies nach einer Abstufung durch Morgan Stanley senkt auf «Underweight». Ähnlich stark geben Kühne+Nagel (-3,0 Prozent) nach.

Zurückgebunden wird der SMI indes vor allem von den Abgaben bei den Schwergewichten Nestlé (-1,6 Prozent), Novartis (-0,8 Prozent) und Roche (-0,9 Prozent).

Gegen den Trend und etwas gestützt von den Nvidia-Zahlen ziehen an der Tabellenspitze ABB (+0,4 Prozent) etwas an.

Im breiteren Markt profitieren von Nvidia auch Aktien wie AMS Osram (+3,8 Prozent), Comet (+1,8 Prozent), Inficon (+1,4 Prozent), Huber+Suhner (+1,8 Prozent) oder VAT (+1,6 Prozent).

Nach starken Zahlen zeigen sich zudem Accelleron (+3,8 Prozent) und Feintool (+4,6 Prozent) klar gesucht.

cf/rw

(AWP)