Die Agenda gibt zu Wochenschluss abgesehen vom Ölpreis und den US-Börsen kaum Impulse her. Im Fokus bleibt wohl auch die weitere Nachlese der Entscheidung der US-Notenbank Fed, die ihre erste Zinserhöhung seit drei Jahren vollzogen hat. Dazu ist heute noch grosser Verfallstag - «Hexensabbat». Dann laufen an der Terminbörse Futures und Optionen auf Aktienindizes und Einzelaktien aus. Dabei kann es bei grossen Umsätzen zu heftigen Kursschwankungen kommen.
Der SMI büsst gegen 09.15 Uhr 0,01 Prozent auf 13'946,23 Punkte ein. Der Mid-Cap-Index SMIM steigt um 0,10 Prozent auf 3067,46 Punkte, während der breite SPI um 0,02 Prozent auf 19'961,27 Zähler einbüsst.
Die grossen Schlagzeilen gehören dem Nahrungsmittelmulti Nestlé, dessen Papiere sich um 1,2 Prozent verbilligen. Russland hat einige Gesellschaften in dem Land unter vorübergehende Fremdverwaltung gestellt. Die Anteile bleiben formal bei Nestlé, das Unternehmen verliert aber zunächst die Kontrolle über die Beteiligungen.
Analysten schätzen, dass Russland rund 1-2 zum Konzernumsatz beiträgt. Aber es geht auch um beträchtliche Vermögenswerte. Schätzungen beziffern den Wert des russischen Geschäfts auf 1,5 bis 1,7 Milliarden Franken.
Gegensteuer geben die Pharmaschwergewichte Novartis (+0,3 Prozent) und Roche (+0,6 Prozent). ABB stehen 1 Prozent höher.
Ihre «Dernière» im SMI erfahren die Papiere des Logistikkonzerns Kühne+Nagel (+0,2 Prozent) und jene der Swisscom (-1,9 Prozent). Sie werden kommenden Montag im Leitindex durch Galderma (+0,3 Prozent) und Sandoz (+1,2 Prozent) ersetzt.
Der Generikakonzern konnte mit positiven News aufwarten. So hat er einerseits in Kanada die Marktzulassung für ein Generikum des Diabetesmittels Semaglutid erhalten. Und mit einer Partnerschaft für ein Emicizumab-Biosimilar wurde das erste Medikament gegen Hämophilie in die Pipeline geholt.
VAT ziehen um 2,0 Prozent an, nachdem die Bank Vontobel ihr Anlagevotum auf «Buy» erhöht hat. Dafür geht es mit Amrize um 1,1 Prozent nach unten - Jefferies hat das Kursziel für den Baustoffkonzern gesenkt.
Im breiteren Markt ziehen Leonteq um 2,6 Prozent an. Beim Derivatespezialisten hat der Grossaktionär Rainer-Marc Frey seinen Anteil auf knapp 30 Prozent aufgestockt. Er übernimmt die verbleibenden Titel der Bank Raiffeisen, die sich als Aktionärin zurückzieht.
Rieter (-3,9 Prozent) finden nach dem gestrigen Absturz noch keinen Boden.
ra/cg
(AWP)
