Belastend wirken nebst den fehlenden Perspektiven im Nahostkonflikt auch die anhaltenden Sorgen um die Schuldentragfähigkeit Frankreichs. Die Sorgen wegen der Staatsschulden in Europa, vor allem in Frankreich, führten mittlerweile zu Kopfschmerzen, heisst es etwa in einem Kommentar von Swissquote. So sei die Zins-Differenz zwischen französischen und deutschen Staatsanleihen erneut klar angestiegen. Die Bank verweist dabei auf den Umstand, dass die Situation in Deutschland mit den steigenden Ausgaben für die Verteidigung oder die Infrastruktur selber nicht rosig sei.

Ölpreis tendiert weiter nach oben

Der Ölpreis hat derweil über Nacht auf hohem Niveau weiter angezogen und kostet derzeit mehr als 103 US-Dollar. Dazu tragen neue Meldungen zu Tankerbeschüssen im persischen Golf bei sowie Berichte, dass das US-Militär den Auftrag erhalten haben soll, neue Angriffe auf den Iran vorzubereiten. Diese sollen noch vor den Midterm-Wahlen von Anfang November stattfinden.

Der SMI steht um 09.15 Uhr 1,13 Prozent tiefer bei 13'651,96 Punkten. Von den 20 Einzelwerten geben bis auf Swiss Re alle nach. Der Mid-Cap-Index SMIM büsst 0,65 Prozent auf 3031,01 Punkte ein und der breite SPI 1,00 Prozent auf 19'360,48 Punkte.

Klare Verluste verzeichnen etwa konjunktursensitive Titel wie Sika (-1,7 Prozent), Richemont (-2,3 Prozent) oder Holcim (-1,3 Prozent). In diese Gruppe gehören auch Lonza (+1,3 Prozent) und ABB (+1,1 Prozent).

Nach unten gezogen wird der Gesamtmarkt indes vor allem von den schwachen Roche (-1,7 Prozent) und Novartis (-1,1 Prozent), nachdem die beiden Aktien am Vortag jeweils noch mehr als 2 Prozent angezogen hatten. Nestlé (-0,5 Prozent) tragen etwas moderater zum schwachen SMI bei.

An der Spitze sind derzeit Swiss Re (+0,1 Prozent) als einziger Gewinner sowie Zurich (-0,3 Prozent) als weiterer Versicherungswert.

Im breiten Markt erhalten Emmi (+2,6 Prozent) erhalten von einer Hochstufung durch die Bank Vontobel auf «Buy» Auftrieb.

cf/hr

(AWP)