«Die Anleger schöpfen wieder etwas Hoffnung, dass sich die Lage an den Energie- und Anleihemärkten zumindest stabilisiert», kommentiert ein Händler. «Brent verharrt bei etwa 103 Dollar, während die Renditen der Staatsanleihen ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht haben könnten.» Von einer echten Entspannung könne allerdings noch keine Rede sein. Vor allem die KI-Story bekomme zunehmend Risse, nachdem OpenAI die Umsatzprognosen gesenkt habe.

Leichte Entspannungssignale kommen auch von der geopolitischen Front: US-Präsident Donald Trump hat einen Angriff auf den Iran vor den Zwischenwahlen am Vorabend auf seiner Plattform Truth Social ausgeschlossen und die Gespräche zwischen der US-Regierung und Teheran als «konstruktiv» bezeichnet.

Der SMI gewinnt gegen 09.25 Uhr 1,17 Prozent hinzu auf 13'796,50 Punkte. Der Mid-Cap-Index SMIM steigt um 1,08 Prozent auf 3066,58 Punkte und der breite SPI um 1,09 Prozent auf 19'548,94 Punkte.

SMI-Einzelwerte allesamt im Plus

Alle 20 SMI-Einzelwerte notieren höher. Dabei reicht die Spanne von +0,4 Prozent bei ABB bis +2,6 Prozent bei Sika. Der Bauchemiekonzern übernimmt die britische Azpects Group und baut damit sein Geschäft im Landschaftsbau aus.

Unterstützung kommt auch von den beiden Pharmaschwergewichten Roche (+1,0 Prozent) und Novartis (+1,2 Prozent). Bei Roche sorgt die Zulassung durch die FDA für die Immuntherapie Tecentriq (Atezolizumab) zur die Behandlung einer bestimmten Form von Dickdarmkrebs für etwas Rückenwind.

Partners Group (+1,6 Prozent) wiederum hat eine neue globale Anlagestrategie für private Kredite lanciert und der Nahrungsmittelkonzern Nestlé (+1,0 Prozent) will seine Investitionen in Mexiko laut Angaben der dortigen Regierung auf zwei Milliarden US-Dollar verdoppeln.

Im SMIM wiederum stechen Swisscom (-1,4 Prozent) und Sunrise (-1,1 Prozent) heraus. Händler verweisen auf eine generelle Branchenschwäche, nachdem der Technologiekonzern SpaceX von Elon Musk Lizenzen für ein Niedrigbandspektrum gekauft hat und mit diesem und seinen Starlink-Satelliten zum Anbieter landesweiter Mobilfunkdienste werden will.

hr/uh

(AWP)