Rege sind die Abgaben in Novartis, dessen Aktien den Gesamtmarkt merklich nach unten drücken. Zuvor war ein Test des Pharmakonzerns mit einem Medikament der nächsten Generation zur Schlaganfallprävention gescheitert. Die Lage am Ölmarkt bleibt derweil durch den wieder hochgekochten Iran-Krieg angespannt. Der Preis für die Nordsee-Sorte Brent hält sich mit rund 97 US-Dollar pro Fass auf dem höchsten Niveau seit Juni.
SMI deutlich tiefer
Der SMI sinkt im frühen Handel deutlich und notiert gegen 09.15 Uhr um 1,23 Prozent tiefer bei 14'219,36 Punkten. Der Mid-Cap-Index SMIM hält sich mit minus 0,65 Prozent auf 3056,99 Zähler etwas besser, während der SPI 1,02 Prozent auf 19'985,73 Punkte verliert.
Novartis führen das Verliererfeld mit einem Minus von 3,3 Prozent an. Das experimentelle Medikament Pelacarsen sollte beweisen, dass die Senkung einer bestimmten Form von Cholesterin auch das Risiko von Herzinfarkt und Schlaganfall senkt. Das ist nicht gelungen.
In der Folge streichen Analysten die Schätzungen für Pelacarsen aus ihren Modellen - dem Präparat wurde ein Spitzenumsatz zwischen 1,3 und 2,0 Milliarden Dollar zugetraut. Am Freitag waren bereits die Papiere von Amgen unter Druck geraten und sackten um 5 Prozent ab. Der US-Mitbewerber hat ein ähnliches Präparat in der Erforschung.
Roche (-1,5 Prozent) und Sandoz (-0,9 Prozent) tendieren ebenfalls deutlich leichter. Der Generikahersteller hält am morgigen Dienstag einen Investorentag ab. Es wird erwartet, dass die Basler bei den Mittelfristzielen die Messlatte hochlegt.
Schindler notieren 3,1 Prozent tiefer bei 252,60 Franken. Goldman Sachs hat das Rating für den Rolltreppen- und Lifthersteller auf «Sell» gesenkt. Das Kursziel wurde deutlich auf 233 Franken reduziert.
Aus einem tiefroten Tableau ragen ABB (+0,6 Prozent) und VAT (+1,1 Prozent) mit Kursgewinnen heraus. Sie folgen den Vorgaben aus Fernost - dort hatten Chipaktien mit der wieder auflebenden KI-Fantasie haussiert.
CEO-Abgang drückt R&S
Im breiten Markt sacken R&S um 4,1 Prozent ab. Der Trafohersteller hat sich nach etwas mehr als einem Jahr bereits wieder von Konzernchef Eduardo Terzi getrennt. Als Grund wurden unterschiedliche Ansichten zum Führungsmodell und zur Organisationsstruktur genannt.
Abonia gewinnen hingegen 17 Prozent. Die UBS hat ihr Votum auf «Buy» erhöht und das Kursziel um die Hälfte angehoben. Burkhalter werden nach Zahlen 6,7 Prozent höher bezahlt.
ra/to
(AWP)
