Grund der verhaltenen Reaktion dürfte der anhaltende Rendite-Rückgang in den USA sein, hiess es im Handel. Zudem wurde auf einen deutlichen Rückgang der Ölpreise zum Wochenauftakt verwiesen. Aktuell kostet ein Barrel Brent noch 110 Dollar.

Thematisch wird die neue Börsenwoche von den USA bestimmt. Neben diversen Daten vom Arbeitsmarkt stehen dort vor allem die Midterms dick angestrichen in der Agenda der Anleger. Die Zwischenwahlen gelten als Unsicherheitsfaktor. Erste Trends sollten sich in den frühen Morgenstunden des Mittwochs abzeichnen.

SMI mit Pharma-Malus

Der SMI verliert gegen 09.10 Uhr 0,59 Prozent auf 14'723,12 Punkte. Der Mid-Cap-Index SMIM büsst 0,07 Prozent auf 3201,87 und der breite SPI 0,49 Prozent auf 20'744,14 Punkte ein.

Der Schweizer Leitindex hatte in der Woche zuvor um deutliche 2,4 Prozent zugelegt, gestützt durch die schwergewichteten Pharmawerte. Am Montag nun geht es mit Roche um 1,4 Prozent auf 397,70 Franken nach unten und mit Novartis um 1,5 Prozent.

Für den Roche PS hatte die UBS das Rating zwar auf «Neutral» gesenkt, das neue Kursziel liegt mit 420 Franken aber deutlich über dem aktuellen Niveau. Bei Novartis hat die Deutsche Bank mit dem neuen Votum «Sell» den Daumen gesenkt.

Auch Sandoz (-1,0 Prozent) und Galderma (-0,7 Prozent) - SMI-Überflieger des Jahres bisher - werden am Montag verkauft. Nestlé (-0,1 Prozent) halten sich etwas besser.

Medtech gesucht

Fester notieren dafür die Papiere von Medizinaltechnikern wie Straumann (+0,7 Prozent) und Sonova (+0,2 Prozent). Im breiten Markt ziehen Medartis gar um 4 Prozent an, denn das Basler Orthopädieunternehmen hat die Prognose für 2026 erhöht.

Tech-Werte habe Mühe, in die Gänge zu kommen. Einzig Logitech verteuern sich nach einer schwachen Vorwoche mit plus 1,2 Prozent deutlich.

Arbonia sacken um 8 Prozent ab. Der Ostschweizer Bauzulieferer musste wegen des schleppenden Geschäfts in Deutschland seine Prognose für das laufende Jahr senken. Es ist die zweite Gewinnwarnung in diesem Jahr - was entsprechend wenig goutiert wird.

Bei Cembra (-6 Prozent) verkaufen die Anleger nach einer Ratingsenkung auf «Sell» von «Neutral» durch die UBS. Autoneum ziehen um 0,7 Prozent an. Der Autozulieferer wird mit dem geplanten Kauf der französischen Trèves Group um rund einen Drittel wachsen.

ra/hr

(AWP)