Ansonsten ist der Nachrichtenfluss vor den nahenden Weihnachtsfeiertagen eher gering. Auch die Handelsvolumen fielen insgesamt eher schwach aus, sagt ein Händler und spricht von einer klassischen Jahresendbörse, in der die Optimisten überwiegen würden. Angesichts des Rekordlaufs an ausländischen Börsen mehren sich aber auch die mahnenden Stimmen am Markt. So könnte eine Eskalation im Roten Meer, wo die Huthi-Truppen Angriffe auf Frachtschiffe machen, für grössere Lieferkettenprobleme sorgen. Zudem habe der CNN-Gier-Index die Phase «Extreme Greed» erreicht. Auch der SMI-Volatilitätsindex befindet sich mit rund zehn Punkten nur wenig über seinen Tiefstständen. Dies deute auf einen «überkauften» Markt hin.
Der Leitindex SMI notiert um 09.16 Uhr um 0,36 Prozent höher auf 11'186,59 Punkten. Der 30 Titel umfassende SLI rückt um 0,21 Prozent vor auf 1786,81 und der breite SPI um 0,25 Prozent auf 14'615,31 Zähler. Im SLI legen 16 Titel zu und 14 geben nach.
An der Spitze der Gewinner stehen die Banken UBS (+1,3 Prozent) und Julius Bär (+1,0 Prozent). Zinshoffnungen und die damit verbundene Aussicht auf prosperierende Börsen stützten die Kurse, heisst es am Markt, Bei UBS kämen noch Anschlusskäufen hinzu. Am Vortag hatte der Einstieg des aktivistischen Investors Cevian der Aktie der Grossbank bereits Auftrieb verliehen.
Ein wenig mehr gefragt sind für einmal auch die Genussscheine von Roche (+0,7 Prozent). Nestlé (+0,8 Prozent) machten einen Teil des Vortagesverlusts wett.
Auf der anderen Seite geben Logitech (-1,0 Prozent) nach. Auch Kühne + Nagel (-0,5 Prozent auf 285,20 Fr.) werden verkauft. Cowen habe das Rating für den Logistikkonzern mit dem Rating «Market Perform» und dem Kursziel 274 Franken gestartet, heisst es am Markt. Partners Group, Lindt & Sprüngli PS, Swatch und Straumann geben zwischen 0,5 und 0,2 Prozent nach.
pre/rw
(AWP)