Im Tagesverlauf stehen mit den US-Produzentenpreisen dann weitere Preisdaten aus den USA auf der Agenda. Aber auch die US-Detailhandelsumsätze und Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe dürften stark erachtet werden. Ein Händler spricht vom «nächsten harten Realitätscheck für die amerikanische Zinslandschaft».
Der SMI gewinnt um 09.25 Uhr 0,49 Prozent auf 14'199,81 Punkte, wobei sich 15 Gewinner und 5 Verlierer gegenüberstehen. Seit vergangenem Freitag ist das Barometer damit um mehr als 4 Prozent gestiegen. Der Mid-Cap-Index SMIM steigt um 0,11 Prozent auf 3092,33 und der breite SPI um 0,37 Prozent auf 20'030,31 Punkte.
Schwergewichte en vogue
Ein Blick auf die Gewinnerliste zeigt, dass weniger konjunktursensible Titel aktuell einen besseren Stand haben. Neben Nestlé zahlen hierzu auch die beiden Pharmaschwergewichte Novartis und Roche mit Kursgewinnen zwischen 2,1 und 0,7 Prozent. Dass Nestlé und die US-Tochter Gerber sind in Texas in den USA verklagt wurden, tangiert Anleger dabei wenig.
Auch die drei Versicherer Zurich, Swiss Life und Swiss Re zählen mit Avancen von bis zu 2,2 Prozent zu den Favoriten. Ein Händler verweist mit Blick auf den Rückversicherer auf die Konkurrentin Munich Re, die bei den wichtigen Erneuerungsrunden in Baden-Baden die strategische Marschroute für die Rückversicherer vorgeben wird.
Ausverkauf bei Techis
Die rote Laterne im SMI halten ABB (-4,8 Prozent) und Logitech (-1,2 Prozent), die den schwachen Vorgaben aus der Technologiebranchen folgen. Noch deutlicher sacken im SMIM VAT (-5,6 Prozent) ab - trotz Rekord beim Q3-Auftragseingang und erhöhtem 2027er Ausblick.
Auch die Techwerte aus den hinteren Reihen wie AMS Osram, Inficon oder Comet brechen mit bis zu -8,0 Prozent regelrecht ein.
Händler warnen denn auch, dass diese Verluste ein Warnsignal seien. Denn immerhin habe der taiwanische Halbleiterkonzern TSMC besser als erwartet abgeschnitten, konnte aber keine nachhaltigen Kaufimpulse auslösen. «Stattdessen nutzen Anleger offenbar jede Gelegenheit, um ihre Engagements im Technologiesektor zu reduzieren. Wenn selbst gute Nachrichten nicht mehr gekauft werden, sondern zum Ausstieg genutzt werden, ist das ein deutliches Warnsignal für die Börsen.»
Zu den stärksten Ausreissern nach oben zählen DocMorris (+9,4 Prozent) und Kuros (+7,4 Prozent) jeweils nach Zahlen.
hr/ra
(AWP)
