Die am Vortag mit Spannung erwarteten US-Inflationszahlen hätten zwar nicht ausgereicht, um den Sieg über die Inflation zu verkünden; sie minderten jedoch den Druck auf das Fed, die Zinsen bereits im September anzuheben, fasst ein Händler zusammen. Im Handelsverlauf rücken nun die US-Produzentenpreise als weiteres Teuerungsmass in den Fokus.

Lage in Nahost weiter unklar

Weiter unklar ist auch die Lage in Nahost. Der Iran widersprach zuletzt wiederholt getätigten Aussagen von US-Präsident Trump, wonach die USA die Kontrolle über die Strasse von Hormus hätten. Der Preis für US-Öl blieb bei rund 83 Dollar pro Barrel: «Niedrig genug, um die Märkte kurzfristig zu beruhigen, aber immer noch hoch genug, um das Risiko eines Wiederanstiegs der Inflation aufrechtzuerhalten, sollte die Blockade andauern», so ein Händler.

Der SMI gewinnt gegen 09.20 Uhr 0,17 Prozent auf 14'474,57 Punkte. Von den 20 Einzelwerten legt die Mehrheit (13) zu. Der Mid-Cap-Index SMIM tritt derweil mit -0,03 Prozent auf der Stelle bei 3201,40 Zählern, während der breite SPI um 0,21 Prozent zulegt auf 20'413,84 Punkte.

Mit Kursgewinnen von 2,9 Prozent führen Logitech das Gewinnerfeld an. Am Markt wird auf die festeren Techwerte in den USA und Asien verwiesen, die stützen dürften. Bei Kühne+Nagel (+2,2 Prozent) sind es die starken Zahlen des Konkurrenten Møller-Mærsk, die den Kurs bewegen.

Erneute Kursverluste bei den beiden Pharmaschwergewichten Novartis (-0,4 Prozent) und Roche (-0,2 Prozent) halten den SMI allerdings zurück.

Hintere Reihen geben Ton an

Die eigentliche Musik spielt an diesem Tag aber in den hinteren Reihen. Dabei reichen die Kursreaktionen auf die vorgelegten Zahlen von +6,1 Prozent bei Komax bis -11 Prozent bei Swissquote. Analysten werten bei Komax vor allem Punkte wie den Auftragseingang positiv. Derweil hat die Onlinebank im ersten Semester 2026 unter der Schwäche im Markt mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen gelitten.

Nicht ganz so euphorisch fallen die Reaktionen auf die Zahlen von Montana Aeospace (+1,7 Prozent), der Thurgauer Kantonalbank (+1,5 Prozent), der Glarner Kantonalbank (+0,4 Prozent), der Basler Kantonalbank (-0,3 Prozent), Kuros (+0,2) oder Schlatter (ungeh.) aus.

Varia US (+3,5 Prozent) profitieren von der News über einen neuen US-Partner.

hr/uh

(AWP)